CFD Handel: Das sind die Risiken und Chancen

CFD Handel: Das sind die Risiken und Chancen

Aufgrund der Tatsache, dass die klassischen Finanzprodukte, so beispielsweise das Sparbuch oder
auch das Tages- wie Festgeld, keine empfehlenswerten Optionen mehr sind, wenn es um den
gewinnbringenden Vermögensaufbau geht, müssen Anleger nach Alternativen Ausschau halten.
Besonders beliebt sind die Differenzkontrakte, also CFDs. Das liegt vor allem auch daran, weil mit
CFDs richtig viel Geld verdient werden kann – jedoch darf man nicht vergessen, dass sich der Markt
immer in die andere Richtung bewegen kann, sodass das Risiko besteht, den gesamten Einsatz zu
verlieren. Bevor man sich also mit den möglichen Gewinnen befasst, sollte man sich besonders
intensiv mit den Risiken auseinandersetzen.

Mit dem Hebel zum hohen Gewinn

Ob Zertifikate, Futures, Optionsscheine oder auch CFDs – mit Hebelprodukten kann man durchaus hohe Gewinne verbuchen. Besonders interessant sind CFDs geworden. Das liegt in erster Linie am Kostenvorteil, den der den der CFD Handel mit sich bringt mit sich bringt. Denn im Gegensatz zu den Zertifikaten sind bei vielen Index-CFDs, so etwa auf den DAX, keine Kauf- oder auch Verkaufsgebühren zu entrichten. Derartige Gebühren können nämlich, sofern es sich um eine hohe Anzahl an Trades handelt, ordentlich am Gewinn nagen.

Ein weiterer Aspekt, der für den Handel mit CFDs spricht, ist der Umstand, dass man nur einen Teil des investierten Einsatzes als Sicherheit hinterlegen muss. In der Regel liegt diese Sicherheit bei 1,0 Prozent des investierten Kapitals – liegt der DAX etwa bei 12.000 Punkten, so muss eine Sicherheitsleistung von 120 Euro hinterlegt werden, sofern ein 1 CFD auf den DAX gekauft werden soll.

Unbedingt Stop Loss setzen!

Fakt ist, dass der Handel mit CFDs unbestritten hohe Renditechancen mit sich bringt, da der Hebeleffekt für eine Vervielfachung der Wertentwicklung des Basiswerts sorgt. Problematisch wird es nur dann, wenn sich der Kurs aber in die für den Trader „falsche“ Richtung bewegt – somit führt der Hebel nicht zum Gewinn, sondern verursacht einen nicht zu unterschätzenden Verlust. Aus diesem Grund sollte man nie auf Stop Loss verzichten. Mit einer Stop Loss-Order kann man nämlich hohe Verluste verhindern – wird ein bestimmtes Niveau erreicht, so wird die Position automatisch geschlossen. Bei einigen Brokern gibt es sogar automatische Stop Loss-Limits, damit die Verluste des Traders begrenzt werden können.

Eine Regel, die man unbedingt berücksichtigen sollte, besagt, dass pro Trade nur ein Risiko von einem Prozent eingegangen werden sollte. Das heißt: Hat man einen guten Einstiegspunkt gefunden und den Kurs für den Stop definiert, so sollte die Positionsgröße so groß sein, dass der Verlust gerade einmal 1 Prozent beträgt – bei fünf Positionen, die parallel eingegangen wurden, würde der maximale Verlust somit bei 5 Prozent liegen.

Haltekosten berücksichtigen

Zu beachten sind die möglichen Haltekosten, die – je nach Art und Dauer – anfallen können. Die Haltekosten werden tagesaktuell berechnet, sofern bestimmte Positionen nicht vor 17 Uhr (New Yorker Zeit) geschlossen werden. Problematisch ist hier der Umstand, dass die Haltekosten sehr wohl weit über den möglichen Gewinn liegen – vor allem dann, wenn die Position über einen längeren Zeitraum gehalten wird. Des Weiteren kann eine lange Haltedauer auch den Verlust erhöhen, sofern sich der Markt nicht mehr in die gewünschte Richtung bewegt, sondern permanent in die andere Richtung marschiert. Mitunter ist es also ratsam, dass die Position geschlossen wird, bevor Haltekosten anfallen.

Verluste gehören dazu

Natürlich sind die großen Gewinnchancen verlockend – das ist auch der Grund, warum sich immer mehr Menschen für den CFD Handel interessieren. Das Konto wird gerne überhebelt, da man den absoluten Mega-Trade machen will, der sodann das Leben verändern soll. Jedoch sind derartige Aktionen nicht gutzuheißen und schon gar nicht empfehlenswert – die Wahrscheinlichkeit, dass es zum Mega-Verlust kommt, ist einfach zu hoch.

Wer sich für den CFD Handel interessiert, der sollte vorsichtig sein und nicht sofort sein ganzes Erspartes investieren, weil man davon überzeugt ist, die beste Strategie gefunden zu haben. Wer mit CFDs handelt, der weiß, dass Verluste immer möglich sind – am Ende geht es nur darum, dass die Gewinne höher als die verbuchten Verluste ausfallen.

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