In Sachen Sparen befinden sich die Deutschen in einem Dilemma: Während die Inflationsrate Anfang dieses Jahres mit 1,9 Prozent kräftig anzog, scheint die Niedrigzinsphase kein Ende zu nehmen. Dennoch bleiben viele Bundesbürger ihrem bisherigen Anlageverhalten treu und lassen ihr Geld auf dem Giro- oder Tagesgeldkonto liegen, welche niedrig oder sogar überhaupt nicht verzinst sind. Ihr mühsam Erspartes verliert somit Monat für Monat an Wert. Hier ist ein Blick über den Tellerrand gefragt, denn bei Auslandsbanken lassen sich auch mit konservativen Sparprodukten noch höhere Zinsen erzielen.

Hierzulande sind Sparbuch, Tages- oder Festgeld mittlerweile als Niedrig- oder Nullzinsprodukte bekannt. Und seit einiger Zeit ist sogar verstärkt vom Schreckgespenst „Negativzins“ die Rede. Um diesem zu entgehen, sollen die Deutschen in Wertpapiere investieren – an sich eine plausible Empfehlung, doch angesichts einer Aktionärsquote von aktuell rund 6,8 Prozent, wie die Zahlen des Deutschen Aktieninstituts (DAI) zeigen, auch eine große Herausforderung. Das Vertrauen der Bundesbevölkerung in Aktien und Aktienfonds liegt noch immer weit unter den Rekordständen um die Jahrtausendwende. Laut DAI gibt es – verglichen zu 2001 – etwa 3,8 Millionen weniger Aktienbesitzer. Das Platzen der Dotcom-Blase 2001 und die Finanzkrise 2008 haben dem Ruf der Aktie geschadet, die Deutschen möchten bei ihren Ersparnissen keine Risiken eingehen. Gerade für risikoaversere Anleger sind daher immer noch Bankeinlagen wie Festgelder eine gute Wahl. Denn letztlich sollte jeder ein Produkt wählen, mit dem er sich sicher fühlt.
 
 
Höhere Zinsen bei Auslandsbanken

Fakt ist jedoch, dass die meisten hiesigen Tages- oder Festgeldprodukte nur Zinsen weit unterhalb der Inflationsrate anbieten. Was also tun? Hier lohnt ein Blick auf die Angebote von Auslandsbanken. So bieten wir bei Bigbank aktuell zum Beispiel 1,15 Prozent p.a. für ein Festgeld mit dreijähriger Laufzeit und bei zehn Jahren sogar 2,0 Prozent p.a.. Und was die Sicherheit angeht: Durch die europäische Einlagensicherung sind Einlagen bis zu 100.000 Euro geschützt. Gerade für konservativere Anleger sind ausländische Festgeldangebote somit also durchaus eine lohnende Alternative. Etwas risikoaffinere Anleger können die Angebote von Auslandsbanken zudem gut mit Investments an der Börse kombinieren: Festgeld zur Absicherung und Wertpapiere, um mehr zu riskieren.

Einige Sparer scheuen es jedoch auch, ihr Geld für mehrere Jahre fest anzulegen. Zu groß ist die Angst, dass sie das Geld mitunter plötzlich brauchen und nicht darauf zugreifen können. Als Faustregel gilt: Zwei bis drei Nettogehälter sollten als schnell verfügbares Geldpolster liquide gehalten werden. Alles was darüber hinaus geht, können Sparer mit gutem Gewissen fest anlegen. Wer sich damit dennoch nicht wohl fühlt, für den ist Festgeld mit ultrakurzen Laufzeiten eine gute Lösung. So ist bei uns bereits eine Festgeldanlage mit einer Laufzeit ab einem Monat möglich. Derzeit tendieren die Deutschen jedoch zu etwas längerfristigen Anlagen – trotz jüngst leicht rückläufiger Tendenz. Im Schnitt legte im Juni jeder Bundesbürger sein Festgeld für 23 Monate an. Das zeigt unser aktueller Festgeld-Index:

Bigbank Festgeld Index - Deutschland
 
 
Bei grenzübergreifenden Finanzdienstleistungen
setzt ein Umdenken ein

Ob kurze Laufzeiten oder lieber langfristige, eines ist jedenfalls sicher: Trotz der aktuellen Niedrigzinssituation ist es die schlechteste Lösung, sein Geld unter der Matratze zu verstecken. Deshalb ist ein Blick über den Tellerrand wichtig, um passende Produkte für die finanzielle Vorsorge zu finden. Viele haben das bereits verstanden. Wir beobachten, dass in Sachen Auslandsbanken ein Umdenken einsetzt. Während es früher wirklich einmal so war, dass Deutsche nur deutsche Finanzdienstleistungen in Anspruch nahmen, Esten nur estnische, Franzosen nur französische, so fangen die Menschen heute immer mehr an, auch grenzübergreifende Produkte zu nutzen. Denn jetzt haben wir einen Digitalen Binnenmarkt in Europa. Und das wirkt sich auch auf den Finanzsektor aus. Es gibt mit dem SSM eine zentrale europäische Bankenaufsicht und mit dem SRM einen einheitlichen Bankenabwicklungsmechanismus. Das sind alles wichtige Fortschritte.

Mehr Informationen zum Festgeldangebot der Bigbank finden Sie hier: www.bigbank.de

 
 
Über den Autor:

Kaido Saar studierte Wirtschaftswissenschaften an der Technischen Universität Tallinn. Er fing als Sachbearbeiter bei der Bigbank an, übernahm das Kreditgeschäft und später den Bereich Marketing und Vertrieb. Der zweifache Familienvater ist seit dem Jahr 2007 Mitglied des Vorstands der Bigbank, seit 2013 ist er Vorstandsvorsitzender der Bigbank.