Der Handel mit CFDs, sogenannten Differenzkontrakten, erfreut sich bei privaten Anlegern immer größerer Beliebtheit. Mit relativ geringen Einsätzen, der Margin, lassen sich überdurchschnittlich hohe Renditen erzielen. Bei einem CFD handelt es sich um ein Derivat, das heißt, der Anleger kauft nicht den Basiswert als solchen, sondern ein abstraktes Recht daran.

Als Basiswerte kommen

• Aktien
• Indizes
• Zinssätze
• Rohstoffe
• Anleihen

infrage. Angeboten wird der CFD-Handel meist von darauf spezialisierten Online-Brokern. Wie zum Beispiel ig.com/de. Die Geschäftsbanken vor Ort sind in diesem Produktfeld wenig aktiv.

Hedging – so funktioniert`s mit CFDs_1

Quelle: © BirgitH | pixelio.de


 
Das Depot absichern – Hedging

Der Handel mit CFDs ist nicht ganz risikoarm. Seriöse Broker bieten ihren Kunden eine Stopp-Loss-Absicherung, die einen Trade automatisch abbricht, wenn er in die falsche Richtung läuft und der sich abzeichnende Verlust einen bestimmten Prozentsatz der Margin erreicht. Auf der anderen Seite eignet sich das Hedging hervorragend, um ein Wertpapierdepot gegen mögliche Verlustrisiken abzusichern, ohne dass das Depot aufgelöst werden muss. Der Anleger agiert in diesem Fall so, dass er am Ende ein neutrales Ergebnis erzielt, da beim CFD-Handel auch auf fallende Kurse, short, gesetzt werden kann. Die Details zur Absicherung eines Wertpapierdepots mittels CFD-Handel beschreibt ein Artikel des Fachportals Finanzen.net.
 

CFDs als eigenständiges Anlagesegment

CFDs werden aber nicht nur zur Absicherung bestehender Depots genutzt, sondern gelten als eigene Anlageklasse. Kein Wunder, dass sich Anleger nach Alternativen zum Kapitalmarkt umsehen, bietet dieser doch angesichts der anhaltenden Zinsflaute wenig Spielraum. Während CFDs ein mögliches Verlustrisiko bergen, ist der Kapitalverzehr aufgrund des Kaufkraftverlustes bei niedrigen Zinsen garantiert. Die Konsumfreude überflügelt inzwischen den Trend zum Tagesgeld oder Sparbuch.

Bei CFDs handelt es sich um ein Hebelgeschäft. Der Broker setzt für den jeweiligen Basiswert einen Hebel fest, aus dem sich das benötigte Kapital für die Margin ermittelt. Möchte ein Trader einen Deal für 100.000 Euro auf Gold platzieren und der Hebel beläuft sich auf 1 : 100, muss er lediglich 1.000 Euro erbringen, um für 100.000 Euro eine Goldposition zu eröffnen. Dabei hat er die Wahl, ob er auf einen steigenden oder fallenden Kurs setzt. Verläuft der Trade in die gewünschte Richtung, partizipiert der Anleger jedoch in voller Höhe am Gewinn. Er muss lediglich die Gebühr für den Broker, den Spread, entrichten, der sich aus der Differenz zwischen Ankaufskurs und Verkaufskurs ergibt.

Für den Handel mit CFDs werden spezielle Handelsplattformen benötigt. Als populärste Plattform gilt der Metatrader 4, der es erlaubt, für ein und denselben Wert sowohl auf Gewinn als auch Verlust zu setzen. Dieses Vorgehen ist aber wenig sinnvoll, so Sebastian Hell auf der Seite boersennews.de, da es lediglich doppelte Kosten verursache, also keine echte Neutralisierung möglicher Verluste biete.

Hedging – so funktioniert`s mit CFDs_2

Quelle: © La-liana | pixelio.de


 
Der Einstieg in den CFD-Handel

Anleger, die sich für den Handel mit CFDs interessieren, stehen zu Beginn vor der Auswahl eines geeigneten Brokers. Die Broker unterscheiden sich vor allem in Bezug auf

• Anzahl der handelbaren Basiswerte
• Höhe der Hebel
• Ersteinzahlung auf das Handelskonto
• Höhe des Spreads
• Handelsplattformen
• Ausbildungsangebot
• Bereitstellung eines kostenlosen Demokontos

Der Handel mit CFDs muss geübt werden. Dazu gehören das Erlernen der Chartanalyse, das Erkennen von Handelssignalen und die Auswahl der entsprechenden Strategie. Ein umfangreiches Ausbildungsangebot sowie ein kostenloses Demokonto sind daher zu Beginn wichtiger als eine unübersichtliche Anzahl von Basiswerten. Der Handel mit CFDs ist spannend, Trader müssen sich aber über die Verlustrisiken im Klaren sein. Es ist durchaus sinnvoll, zu Beginn auf die Unterstützung eines Profis oder erfahrenen Traders zurückzugreifen.