Auch dieses Jahr ist es wieder Zeit für die Steuererklärung. Bis zum 2. Juni 2014, GELD kompakt berichtete, habt Ihr Zeit Eure Erklärung abzugeben.
Habt Ihr daran gedacht, dass Bitcoin-Gewinne auch in der Steuererklärung berücksichtigt werden müssen?
Nein? -Keine Bange, bei uns gibt es alles Wissenswerte darüber auf einen Blick.


Bitcoins richtig versteuern – aber wie?
Ja wer hätte das gedacht, die virtuellen Taler müssen versteuert werden. Das Bundesministerium der Finanzen (BMF) hat sich darauf geeinigt, die Bitcoins als privates Geld zu definieren. Aus diesem Grund ist hier nun ein steuerlicher Zugriff möglich.

Der Verkauf von Bitcoins gilt als privates Veräußerungsgeschäft, somit fällt keine Abgeltungssteuer (25%) an. Der ‚Erklärende’ hat trotz alledem die Aufgabe, die Differenz des Einkauf- und Verkaufspreises der Bitcoins in der Einkommenssteuererklärung als Gewinn darzulegen. Dies geschieht in der Anlage SO. Dieser Gewinnbetrag wird anschließend mit Eurem persönlichen Einkommenssteuersatz verrechnet. Hierbei wird vermutlich die FIFO-Methode (First-in, First-out) angewandt. Das bedeutet, der Bitcoin, der als Erstes gekauft wurde, ist auch der, der als Erstes wieder verkauft wird.

Beispiel

Sind Bitcoins steuerpflichtig?

Berechnung mit persönlichem Einkommenssteuersatz

Ausnahmen
Allerdings gibt es gewisse Ausnahmen, wenn es um den Gewinn und das Handeln mit Bitcoins geht.
Sobald Ihr einen Bitcoin mehr als zwölf Monate haltet, müsst Ihr auf dessen Veräußerung keine Steuern zahlen.
Für private Veräußerungsgeschäfte gibt es allerdings eine Sonder-Regelung: hier gilt eine Freigrenze von 600€. Erst ab dieser Summe seid Ihr verpflichtet Steuern zu zahlen.

Bitcoins an der Börse und aus der Selbst-Schöpfung
Alle die das letzte Jahr an der Börse mit Bitcoins gehandelt haben – aufgepasst! Bitcoins Gewinne an der Börse müssen ebenso wie „normale“ Geldgewinne versteuert werden. Dabei spielt es keine Rolle, wo die Gewinne hinfließen, ob auf einen Treuhandfond, eine internationale Börse oder auf ein Bankkonto. ‚Trader’ müssen jeden Ver- und Ankauf eines Bitcoins einzeln für das Finanzamt auflisten.

Für die ‚Miner’ unter Euch, diejenigen die sich die Bitcoins selbst mithilfe Ihres PCs geschöpft haben, spielt das Veräußerungsgeschäft keine Rolle mehr. Hierzu gibt es allerdings keine genauen, rechtlichen Formulierungen. Eine Verrechnung der Gewinne mit dem persönlichen Einkommen ist von Vorteil. Der Tag an dem die Bitcoins erzeugt wurden gilt in diesem Fall als Grundlage der Berechnung.

Noch nicht genau geklärt ist die Umsatzsteuerzahlung der virtuellen Währung. Denn laut dem BMF sind die Bitcoins von der Umsatzsteuerbefreiung ausgeschlossen. Selbst wenn Ihr USt. zahlen müsstet, könnt Ihr das mit den Ausgaben für Strom oder der Hardware um die Bitcoins zu erstellen, verrechnen.

Besser alles nachweisen
Wer auf Nummer sicher gehen möchte, sollte in seiner Steuererklärung darauf achten, dass alle Berechnungen der steuerpflichtigen Gewinne nachgewiesen sind. Denn hier gilt: Bitcoins die noch nicht beziehungsweise erst nach einem Jahr verkauft wurden, müssen nicht aufgeführt werden. Somit braucht Ihr nicht zu bangen, wenn eine Steuerprüfung bevor steht.