Viele gesetzlich versicherte Deutsche sorgen sich mit zunehmendem Alter um hohe Zahnarztrechnungen. Seit, außer von den privaten Krankenkassen, Zahnersatz wie Brücken, Kronen und die besonders teuren Implantate nicht mehr von den Kassen übernommen werden, steigt die Beliebtheit von speziellen Zusatzversicherungen. Diese sind, je nach Einstiegsalter und der Anzahl der bestehenden Zahnlücken, sehr günstig zu bekommen. Es gilt jedoch, das Kleingedruckte zu beachten.

Welche Leistungen werden übernommen?

Je nach Versicherung und Paket werden folgende Leistungen vertraglich abgesichert:

  • Kronen, Brücken und Prothesen
  • Inlays
  • Kunststofffüllungen
  • Implantate
  • Professionelle Zahnreinigung
  • Prophylaxe

Dabei ist zu beachten, dass einige Leistungen oft nur in hochpreisigen Paketen enthalten sind. Dies können z.B. Füllungen aus Kunststoff oder Zahnreinigung und Prophylaxe sein. Sollten Sie keinen Wert auf Kunststoff legen und mit Amalgam-Füllungen zufreiden sein, so kann hier ordentlich gespart werden. Zahnreinigung und -Prophylaxe sind immer als Sonderleistung hinzubuchbar.

In der Regel übernimmt die Zahnersatzversicherung die Erstattung aller Zahnersatzmaßnahmen zu 100%, sofern der Zahnarzt keine privatärztlichen Anteile berechnet. Privatärztliche Leistungen sind solche, die über die Regelversorgung hinausgehen. Diese sind vorab im Heil- und Kostenplan ersichtlich und können mit dem behandelnden Arzt verhandelt werden. Ebenfalls versichert sind bestehender Zahnersatz, Labor- und Materialkosten.

Was wird nicht abgedeckt?

Grundsätzlich sind von der Zahnersatzversicherung alle bereits fehlenden Zähne ausgenommen, siehe nächster Absatz. Zudem schließen alle Versicherungen Fälle aus, die bereits vor Vertragsabschluss behandelt wurden. Auch wenn nur zu einer Behandlung geraten wurde, greift der Versicherungsschutz für diesen Zahn nicht. Üblich sind zudem Klauseln, die den Schutz innerhalb der ersten drei Jahre auf eine bestimmte Summe deckeln, zum Beispiel 1.500 Euro. Ab dem Folgejahr gilt dann eine unbegrenzte Deckungssumme. Bei Maßnahmen aufgrund eines Unfalls entfallen die Grenzen jedoch auch in den ersten Jahren.

Sonderfall fehlende Zähne

Bei Abschluss der Versicherung muss die Anzahl der Fehlenden Zähne wahrheitsgemäß angegeben werden. Wer hier nicht ehrlich ist, bekommt im Zweifelsfall keine Erstattung. Als fehlende Zähne gelten Zähne, die bei Antragstellung der Zahnzusatzversicherung noch nicht ersetzt wurden (Quelle: asstel.de). Ausgenommen von der Klausel sind gezogene Weißheitszähne, fehlende Milchzähne und Zahnlücken, die Kieferorthopädisch geschlossen wurden.

Fazit

Eine Zahnzusatzversicherung lohnt sich für alle gesetzlich versicherten. Jedoch ist bei der Auswahl der Pakete darauf zu achten, was wirklich benötigt wird. Komplettpakete kosten oft mehr als das doppelte der Basispakete. Wenn Sie nur einen Basisschutz benötigen, sollten Sie auch nur diesen abschließen.