Von Zeit zu Zeit müssen in Deutschland die Uhren umgestellt werden. Als erstes denkt man dabei natürlich an Sommer- und Winterzeit. Es gibt aber noch eine weitere Uhr, die einer Umstellung bedarf: die Schuldenuhr.

Dies hat der Bund der Steuerzahler heute getan. Im Laufe des Jahres sollen die die Kreditmarktschulden des Bundes, der Länder und der Kommunen um 71,9 Milliarden Euro auf 1.787 Milliarden Euro steigen. Damit wächst die Staatsverschuldung mit jeder Sekunde um durchschnittlich 2.279 Euro.

Die Kreditmarktschulden des Bundes sollen in diesem Jahr um 48,4 Milliarden Euro steigen. Damit ist der Bund erneut Schuldentreiber Nr. 1.

Damit die Uhr in Zukunft etwas langsamer tickt, hat der Bund der Steuerzahler eine Einsparliste für den Bundeshaushalt im Gesamtvolumen von 27 Milliarden Euro vorgelegt. Nötig sei es beispielsweise, die Steinkohlesubventionen, das Grünlandmilchprogramm, die Filmförderung, das Branntweinmonopol und unwirksame Arbeitsmarktfördermaßnahmen zu streichen. Die Eurofighter-Stückzahlen müssten gesenkt und die Regionalisierungsmittel gekürzt werden. Das Elterngeld sei zu streichen und das Erziehungsgeld wieder einzuführen, meint der Bund der Steuerzahler.