Die Schuldenuhr tickt: Staatsverschuldung wächst sekündlich um 2.279 Euro

Von Zeit zu Zeit müssen in Deutschland die Uhren umgestellt werden. Als erstes denkt man dabei natürlich an Sommer- und Winterzeit. Es gibt aber noch eine weitere Uhr, die einer Umstellung bedarf: die Schuldenuhr.

Dies hat der Bund der Steuerzahler heute getan. Im Laufe des Jahres sollen die die Kreditmarktschulden des Bundes, der Länder und der Kommunen um 71,9 Milliarden Euro auf 1.787 Milliarden Euro steigen. Damit wächst die Staatsverschuldung mit jeder Sekunde um durchschnittlich 2.279 Euro.

Die Kreditmarktschulden des Bundes sollen in diesem Jahr um 48,4 Milliarden Euro steigen. Damit ist der Bund erneut Schuldentreiber Nr. 1.

Damit die Uhr in Zukunft etwas langsamer tickt, hat der Bund der Steuerzahler eine Einsparliste für den Bundeshaushalt im Gesamtvolumen von 27 Milliarden Euro vorgelegt. Nötig sei es beispielsweise, die Steinkohlesubventionen, das Grünlandmilchprogramm, die Filmförderung, das Branntweinmonopol und unwirksame Arbeitsmarktfördermaßnahmen zu streichen. Die Eurofighter-Stückzahlen müssten gesenkt und die Regionalisierungsmittel gekürzt werden. Das Elterngeld sei zu streichen und das Erziehungsgeld wieder einzuführen, meint der Bund der Steuerzahler.

8 Gedanken zu “Die Schuldenuhr tickt: Staatsverschuldung wächst sekündlich um 2.279 Euro

  1. Gute Vorschläge, leider ist die Politik in der Hinsicht sehr kurzsichtig und faul.
    Passieren wird nix.

  2. Wahnsinn. Diesen gigantischen Schuldenklotz müssen unsere Nachfahren schultern. Gut möglich, dass eine weltweite Inflationswelle auf uns zukommt. Benzin, Lebensmittel – alles wird teurer….

  3. Unglaublich. Es herrscht bei mir jedes Mal wieder eine Faszination des Grauens, wenn ich solche Zahlen lese. Einsparungsmaßnahmen hätte ich auch vorzuschlagen: Warum sparen wir uns nicht einfach die so genannten „Diäten“ jener, die eine solche Verschuldung durch ihr permanentes Misswirtschaften verursacht haben und noch weiter vorantreiben? Würde und noch nicht retten, wäre aber immerhin ein Anfang. Bei der Reduzierung der Eurofighter-Stückzahlen würde ich indes sogar mitgehen.

  4. Politiker haben größtenteils ein eingeschränktes Denkvermögen. Sie denken von einer Wahl bis zur nächsten Wahl.. Wie soll bei dieser Denkweise vernünftige Politik entstehen. Wie befinden uns gerade in einer BOOM-Phase und machen trotzdem weiter Schulden. Wie wärs mal mit sparen? Aber stattdessen steuern wir langsam auf den großen BOOM..

  5. Wie paßt das zusammen ?
    .
    Nach der Wahl von Frau Merkel und nach Bekanntgabe der Ministerbesetzung betrug die Staatsverschuldung der Bundesrepublik Deutschland –
    .
    Euro 1.628.628.212.491.00 # gesamt
    Euro 4.439.00 # pro Sek.
    Euro 19.847.00 # pro Kopf
    .
    Am 24.10.2009
    07.29 Uhr –
    .
    und heute nur 2.279.00 Euro pro Sek. ? ?

  6. Sehr interessant. Aber wird wirklich irgendwas davon umgesetzt? Wir wissen es nicht. Wir können nur vermuten – leider…

  7. Toll dass Deutschland jetzt 93 Mrd zusätzlich in den Euro Rettungsschirm bezahlt. Ein Großer Teil des Geldes wird für immer weg sein, wenn Griechenland, Spanien, Irland oder Portugal einen Staatsbankrott hinlegen oder eine Umschuldung durchführen. Dann kommen auch noch Privatbanken ins Wanken, die dann auch vom Steuerzahlertopf gerettet werden müssen. Wir werden uns also an noch höhere Zinsen gewöhnen müssen. Rückgezahlt werden kann es sowieso nie wieder.

  8. Ein sehr interessanter Artikel – aber nicht nur Deutschland hängt in den Schulden fest. Ein Großteil der Euroländer aber auch die USA haben einen riesigen Schuldenberg angehäuft. Ich hoffe inständigst, dass die Politiker einen Weg aus der Krise finden, und es nicht wieder dem Bürger aufbürden. Denn das führt nur noch weiter in die Kriese!! Mehr Steuern = weniger Kaufkraft = kein Aufschwung!!

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