Den jahrelangen Aufklärungskampagnen an Kindergärten und Schulen sei Dank: Parodontitis und Karies sind Themen von gestern. Die Jugendlichen von heute haben einfach zu gute Zähne. Doch es droht bereits neue Gefahr: Funktionsstörungen an Zähnen und Kiefergelenken, hervorgerufen durch nächtliches Zähneknirschen, schlecht angepasste Zahnfüllungen, Haltungsschäden oder anderes. Da hilft nur eins – der „Biss-TÜV“!

Eine US-amerikanische Studie soll bereits in den 90er Jahren die starke Zunahme von Cranio Mandibulärer Dysfunktion, kurz CMD, unter jugendlichen Patienten festgestellt haben. Erst jetzt scheint das Thema in Deutschland angekommen zu sein. Symptome von CMD sind Verspannungsschmerzen in Kopf, Nacken und Rücken. Die Folge: unnötige – und vor allem kostenintensive – Arztbesuche und Medikationen.

Der „Biss-TÜV“ ist ein „Funktionstest“ für alle jungen Erwachsenen ab 18 Jahren. Den will die Gesellschaft für Zahngesundheit, Funktion und Ästhetik (GZFA) am 25. September – dem „Tag der Zahngesundheit“ – starten. Und wie soll das Ganze aussehen? Zuerst Patienten- und Anamnese-Fragebogen plus klinischer Funktionstests. Anschließend kommt der „Funktionstherapeut“ an die Reihe: Er soll die Kiefergelenke wieder in ihre physiologische Position zurück führen.

Schon die Vorstellung ist gruselig. Von Umfang und Kosten dieser Vorsorge-Maßnahme mal ganz zu schweigen. Aber vielleicht gibt es als Dankeschön für den Funktionstest ja eine „Biss-TÜV“-Plakette …