Darauf hat die Welt lange gewartet: Die durchgestrichene Preisinformation „Statt 49,99 Euro nur 19,99 Euro“ ist nicht irreführend. Zu diesem Urteil kam jetzt das Düsseldorfer Oberlandesgericht. Das Gericht in der NRW-Landeshauptstadt hebt damit das Urteil des Landgerichtes wieder auf. Der angeklagte Internethändler darf daher seine Preisinformationen wieder teilweise durchstreichen.

Zum Fall: Ein Konkurrent hatte die Klage ins Rollen gebracht. Der Kläger ist der Meinung, dass es nicht klar sei, um was für einen Preis es sich bei den durchgestrichenen Zahlen handelt. Es könne eine Preisempfehlung des Produzenten, ein Preis des Mitbewerbers oder ein früherer Verkaufspreis sein. So eine Frage ist natürlich sehr wichtig.

Und wie teuer war jetzt der Spaß vor den Richtern? Die Gerichts- und Anwaltsgebühren für beide Instanzen lagen bei mehr als 4.000 Euro, so ein Sprecher des Düsseldorfer Landgerichtes auf GELD kompakt-Anfrage.
GELD kompakt findet: Es ist schon traurig, dass sich zwei Gerichte mit so etwas auseinandersetzen müssen. Diesen Werbestreit hätte man auch kostengünstiger klären können. Eine vorgeschaltete Schlichterstelle wäre in diesem Fall preiswerter gewesen.