Deutschland im Plus – Nein, das ist leider nicht die Beschreibung unserer bundesdeutschen Finanzverhältnisse. Dazu tickt die Schuldenuhr viel zu schnell. Aber dem einzelnen Menschen will die Stiftung mit dem Namen „Deutschland im Plus“ helfen, aus den Schulden rauszukommen oder gar nicht erst zu tief in den Schuldensumpf einzusinken. Ja, das ist doch nichts Neues, das kann Peter Zwegat auch, oder? Doch das Neue ist hierbei, dass die Schuldnerberatung übers Internet läuft.

„Deutschland im Plus – Die Stiftung für private Überschuldungsprävention“ hat ein Schuldner-Portal entwickelt, das die Onlineberatung in Sachen Schulden besonders schnell und unkompliziert machen will. Schuldner können sich erste Hilfe über das Wissenportal holen, indem derzeit bereits die 140 häufigsten Fragen zum Thema Schulden beantwortet werden – beispielsweise die FAQs zur Insolvenz: „Liegt ein Verstoß gegen die Erverbsobliegenheit in einem Insolvenzverfahren vor, wenn man wegen kleiner Kinder nicht arbeiten kann?“ oder „Sind 5.000 Euro Schulden zu gering um ein Insolvenzverfahren zu beantragen?“

Wer eine sehr spezielle Frage hat, kann diese direkt und kostenlos an einen Schuldnerberater weiterleiten. Der gibt die Antwort entweder per Mail an den Ratsuchenden oder stellt sie – anonymisiert – auf das Portal. So wächst mit der Zeit der Antwortpool von dem weitere Schuldner profitieren können. Auch eine kostenfreie Hotline verspricht schnelle Hilfe in dringenden Fällen.

„Menschen in einer finanziellen Notlage brauchen schnelle, konkrete Hilfe. In diesem Forum finden sie alle Informationen, um gezielt an die Lösung ihrer Situation heranzugehen“, betont Theophil Graband, Kuratoriumsvorsitzender der Stiftung „Deutschland im Plus“.

Leider widmet sich die Stiftung nur der privaten Überschuldungsprävention, sonst wäre sie sicher ein Geheimtipp für unseren Finanzminister. Aber eines könnte sich Herr Schäuble vielleicht schon mal downloaden: Den Budgetplaner fürs Handy. Vorteil: „Erfassen und Gegenüberstellen von Einnahmen und Ausgaben und ermöglicht jederzeit per Knopfdruck den Blick auf die aktuelle Budgetsituation.“  – oder besser doch nicht? 😉

Für alle Interessierten: Das Portal „Deutschland im Plus“