Fahren in Deutschland ist nicht gleich Fahren im Ausland. Das sollten sich Urlausbreisende, die jetzt verstärkt mit PKW, Motorrad oder Wohnmobil unterwegs sind, klar machen. Der TÜV Rheinland empfiehlt, sich vor der Abfahrt über die Verkehrsregeln im Reiseland zu informieren, denn Unwissen schützt vor Strafe nicht.
Zu beachten ist vor allem das Tempolimit: Während auf deutschen Schnellstraßen und Autobahnen auf bestimmten Streckenabschnitten Verkehrsschilder das Tempolimit anzeigen und ansonsten grundsätzlich keine Geschwindigkeitsbegrenzung herrscht, sieht es im Ausland anders aus. Je nach Witterung und Tageszeit gelten in einigen Ländern unterschiedliche Tempolimits.

Besonders Alkoholdelikte können hart bestraft werden: Wer in Spanien mehr als 1,2 Promille erwischt wird und dazu noch über 60 km/h zu schnell unterwegs ist, dem droht ein Gefängnisaufenthalt von bis zu drei Monaten. Auch in Italien greifen die Ordnungshüter hart durch: Autofahrern mit mehr als 1,5 Promille Alkohol im Blut wird das Fahrzeug abgenommen und eventuell sogar zwangsversteigert.

Auch wenn in Deutschland die orangen oder gelben Warnwesten noch nicht zur Standardausrüstung für Autofahrer gehören, so sind sie in Urlaubsländern wie Italien, Frankreich, Spanien, Kroaten oder Österreich vorgeschrieben.

Wie GELD kompakt bereits berichtete, ist vor allem Mobiltelefonieren ein teurer Spaß: Autofahrer in Deutschland werden für das Gespräch unterwegs lediglich mit 40 Euro und einem Punkt in Flensburg bestraft, in den Niederlanden hingegen werden dafür 150 Euro und in Italien sogar 155 Euro und mehr fällig. In Spanien ist sogar die Nutzung eines Head-Sets verboten.

Also, liebe Leser, decken Sie sich für Ihren Urlaub nicht nur mit Sonnencreme, Badmintonschlägern und deutschem Bier ein, sondern auch mit Wissen über das Autofahren in Ihrem Urlaubsland!