Warnung: Wer sich im Freudentaumel über einen deutschen Sieg während der Weltmeisterschaft mit seinen Kumpels hinter das Steuer schwingt und die eine oder andere Runde durch die Innenstadt dreht, dabei hupt, auf der Vuvuzela trötet, und das Ganze dann noch begleitet von mehreren anderen Autofahrern, macht sich womöglich strafbar. Denn das ist ein Autokorso! Das hat auch die ARAG Versicherung  ermittelt und warnt vor allzugroßem Leichtsinn, denn der Autokorsofahrer riskiert gleich mehrere Bußgelder.

Ein Autokoso ist nämlich eigentlich gar nicht erlaubt: Denn „unnötiges bzw. unnützes Auf- und Abfahren in einer geschlossenen Ortschaft kann als Ordnungswidrigkeit gewertet und mit einem Verwarnungsgeld von bis zu 20 Euro geahndet werden“, so die ARAG Versicherung. Auch wer hupt, riskiert ein Verwarngeld, denn „Schall und Leuchtzeichen darf nur geben, wer sich und andere gefährdet sieht“ (§ 16 I 2. StVO). Das kann dann auch noch mal fünf bis zehn Euro kosten. Huch!!!

Auch noch teuer: Aus dem Fenster Lehnen kann 30 Euro kosten, so die Versicherung. Wer viele Freunde in ein zu kleines Auto quetscht, kann eine Rechnung vom Polizeipräsidenten über 80 Euro erhalten, drei Punkte gibts dann gratis dazu. Doch laut ARAG drückt die Polizei auch mal das Gesetzesauge zu  und lässt den Fußball-Ausnahmezustand auf der Straße durchgehen, wenn es nicht zu heftig wird. Was natürlich auch nicht erlaubt ist: Alkohol am Steuer – da drücken sie hoffentlich keine Augen zu.

Und: Wenn dann doch was passiert, während man sich mit seinem Auto im Korso befindet, ist jeder Fahrer für sich selbst verantwortlich. Denn „eine Veranstalterhaftung kann nicht geltend gemacht werden“, weiß die ARAG.

– Bei wem denn auch?? Da ist schließlich jeder sein eigener Veranstalter.