Schnecken mögen keine Trockenheit, aber wenn es viel regnet, stürmen sie Salat- und Erdbeerbeete, Gemüse- Zierpflanzen. Neben den Fraßschäden stören Hobbygärtner aber noch weitere Faktoren: Verschmutzungen durch Schleim oder Kot machen Salat oftmals ungenießbar. Zudem sammeln sich Fraßlöchern Pilze, die schneller zur Fäulnis von Obst und Gemüse führen. Folge: Die Pflanzen sind kaputt und die teure Blütenpracht hätte man sich sparen können.

Wie kann man gegen die Schneckenplage vorgehen? In erster Linie sollte man schnell handeln, denn Schnecken vermehren sich rasant. Wenn der Befall noch nicht ausgeprägt ist, hilft regelmäßiges Einsammeln der braunen Nacktschnecken – am besten morgens und abends.

Außerdem gibt es im Handel Schneckenzäune, mit denen man die Zuwanderung von Wiesen verhindern kann. Als günstiges Anti-Schneckenmittel kann Schneckenkorn eingesetzt werden, das den Wirkstoff Metaldehyd enthält. Gut daran: Es belastet den Boden nicht, wirkt schnell und auch Nützlinge werden nicht geschädigt. Am besten sollte Schneckenkorn sparsam auf Kulturen, um sie herum und auf Zuwanderwegen gestreut werden.

Noch ein Hinweis: Schnecken brauchen Feuchtigkeit. Gartenfreunde sollten lieber morgens als abends gießen, denn so bleibt der Boden über den Tag trockener. Wenn man den Boden dann auch noch regelmäßig lockert, können sich die schleimigen Tierchen schlechter fortbewegen.

Auch empfehlenswert sind Tiere, die Schnecken auf ihrem Speiseplan haben: Igel, Spitzmäuse, Laufkäfer oder Kröten. Der Anschaffung kostet im besten Falle nichts, da sie sich in großen Gärten bereits tummeln.

Nicht zu empfehlen sind hingegen Bierfallen: Die wenigsten Schnecken ertrinken in den Bechern. Außerdem ist es schade um das wertvolle Getränk. Auch Kalk, Sägemehl und Asche sind am nächsten Morgen vielleicht vom Regen weggewaschen und schädigen zudem noch den Boden.