Wir hatten neulich bereits vor dem Frühjahrsputz gewarnt. Wer allzu wild durch die Wohnung schrubbt, kann sich leicht was brechen. Doch eine Fraktur oder Luxation einzelner Extremitäten ist noch lange nicht das Schlimmste, was einem beim Großreinemachen passieren kann. Eine weitere Warnung, die immer im Hinterkopf haben sollte, wer den Putzlappen schwingt: Vorsicht Gift!

Davor warnt auch die R+V Versicherung. Es wird nämlich besonders gefährlich, wenn man verschiedene Substanzen miteinander mischt. Durch so einen „Chemie-Cocktail“  können giftige Dämpfe entstehen. „Je nach Inhaltsstoffen sind Verätzungen an Händen, Augen oder Atemwegen möglich“, sagt Dr. Andreas Strob, Chemiker beim Infocenter der R+V Versicherung.

Man solle sich beispielsweise davor hüten chlorhaltigen Rohrreiniger mit Essig- oder Zitronensäure zu mischen.

Was beispielsweise schnell passieren kann, wenn man die verstopfte Toilette mit einer Chemiekeule befreit und hinterher die Schüssel mit Zitronenreiniger putzt. So können giftige Chlorgase freigesetzt werden. Und das kann schnell böse enden, bzw. die Atemwege angreifen. Es gab ja immer schon mal diese Gruselgeschichten, dass Hausfrauen ohnmächtig im Bad zusammengebrochen seien –  muss also was dran sein.

Am besten, man hütet sich ohnehin vor den chemischen Keulen. Alle Mittel mit dem schwarzen X auf orangem Grund sind nicht nur hart zum Schmutz sondern auch hart zur Umwelt (und zu den Atemwegen).

Deswegen: keine ätzenden Reiniger kaufen. Stattdessen ein bisschen länger schrubben und für die verstopfte Schüssel oder Abwasserleitung einen so genannten Pümpel benutzen. 😉

Wer sich beim Frühjahrsputz nichts brechen will sollte hier lesen.