Seit dem 1. April können Verbraucher einmal pro Jahr eine schriftliche Datenübersicht zu ihrer Person erhalten – kostenlos. Das betrifft unter anderem Auskunfteien wie die SCHUFA, Bürgel, Creditreform oder infoscore. Wenn man nicht aufpasst, kann die Eigenauskunft aber auch ans Geld gehen.

„Dreiste Trittbrettfahrer verdienen damit dennoch viel Geld“, ärgert sich Andrea Heyer, Finanzexpertin der Verbraucherzentrale Sachsen. „Verbraucher sollten deshalb bei der Beantragung der Selbstauskunft genau aufpassen.“
Grund dieser Warnung: In den ersten Apriltagen sind viele Menschen auf der Internetseite www.meineselbstauskunft.de gelandet, die auf den ersten Blick durch ihre farbliche Gestaltung an die Internetseite der SCHUFA erinnert.

Wer allerdings über diese Seite die kostenfreie Auskunft beantragt, zahlt für das Antragsformular 5,60 Euro. Nach Auskunft der SCHUFA sind bei ihr über diesen Weg schon mehr als 900 Anträge eingegangen. Auch für infosore- und Creditreform-Auskünfte werden die Antragsformulare kostenpflichtig zur Verfügung gestellt. Für den Verantwortlichen dieser Internetseite, einen Herrn Alexander Wirt aus 76547 Sinzheim, ist das schnell verdientes Geld.

Besser ist es, den Antrag für die kostenlose Datenübersicht direkt – das heißt ohne Umweg – bei den Auskunfteien zu bestellen. Allerdings müssen Verbraucher auch hier genau aufpassen, was sie beantragen. Neben der kostenlosen Selbstauskunft bietet zum Beispiel die SCHUFA auch eine kostenpflichtige Auskunft zum Preis von 18,50 Euro an. Diese nennt sie Bonitätsauskunft und ist in erster Linie zur Weitergabe an Dritte gedacht, also etwa wenn ein neuer Vermieter eine solche Auskunft verlangt.