Die Sonne scheint, die Knospen blühen, es grünt. Jawohl, nach einem harten, erbarmungslosen Winter ist der jetzt Frühling endlich da. Und somit startet auch die Radsaison wieder. Doch die Vorfreude ist getrübt – denn jedem zweiten Fahrradinhaber in Deutschland wurde schon einmal sein Rad gestohlen.

Jeden Tag werden rund 1.000 Fahrräder gestohlen. Pro Jahr kommt somit eine Schadenssumme von 123 Millionen Euro zusammen – wenn man einen Preis von 360 Euro pro Drahtesel annimmt. Tatsächlich wird nur jeder zehnte Diebstahl aufgeklärt. Dies hat eine Studie der Universität St. Gallen und der Basler Versicherungen mit 4.000 Radfahrern ergeben.

Um sich zu schützen, raten Experten, Geld in ein hochwertiges Schloss zu investieren. Dabei kann es sich beispielsweise um ein Ketten- oder ein Bügelschloss handeln. Die Kosten für ein Sicherheitsschloss sollten sich auf zehn Prozent des Fahrradneuwertes belaufen. Kostet ein Zweirad also 800 Euro, muss der Besitzer demzufolge 80 Euro zahlen.

Auch der Ort, an dem das Bike angeschlossen wird, ist entscheidend: Empfehlenswert sind Zäune oder Laternenpfähle. Dabei sollte das Schloss unbedingt nach unten zeigen, damit Diebe das Schloss nicht so leicht knacken können.

Abnehmbare Teile wie zum Beispiel der Sattel sollten stets mitgenommen werden. Und über Nacht steht der Drahtesel am besten nicht draußen, sonder in einem Keller oder Fahrradschuppen, die mit einem Schloss verriegelt sind.

Auch der Versicherungsschutz sollte nicht zu kurz kommen: Radfahrer sollten ihre Hausrat- und private Haftpflichtversicherung darauf überprüfen, ob ihr Heiligtum ausreichend gegen Diebstahl über Nacht oder im Freien versichert ist.