Howard Carpendale: Deutsches Finanzamt hat Imageproblem

Das deutsche Finanzamt hat ein Imageproblem, sagt Howard Carpendale dem Internetportal Medienvorsorge.de. Wieso? Das Image ist doch das Bild, das man von jemandem hat. Den Finanzämtern ist es scheinbar doch ziemlich egal, welches Bild die Bürger von ihnen haben. Die haben gar kein Problem damit, also auch kein Imageproblem, oder?

Es geht ja jetzt wieder los: Steuererklärung – bei dem Wort läuft es vielen kalt den Rücken runter. Das Amt quält uns jedes Jahr mit völlig unverständlichen Formularen. Dazu Quittungen, Kontoauszüge und Rechnungen, die man als „Beweise“ beilegen muss. Das alles um Geld zurück zu bekommen, das uns die Behörde vorher zuviel abgezogen hat – zu „Unrecht“ sozusagen. Das ist doch paradox. Aber leider ist das eine Situation, die zwar den Steuerzahlern seit Jahrzehnten auf die Nerven geht – nur nicht den Finanzämtern.

Ein Künstler, sagen wir mal ein Schlagersänger, wäre längst weg vom Fenster, wenn er bei den Leuten so unbeliebt wäre, wie das deutsche Finanzamt. Da würd ja dann keiner mehr aufs Konzert gehen oder eine Platte kaufen.  Finanzbeamte müssen sich jedoch nicht bei den Bürgern beliebt machen.

Also hat das Finanzamt gar kein Imageproblem – es entspricht einfach seinem Image. Nur so ein Image wäre für viele einfach ein Problem. Deswegen hat Howard Carpendale sicher Recht. Ein Künstler würde in so einer Situation etwas für die Verbesserung seines Images tun. Und das Finanzamt?

Wie wäre es dann mal mit einer sympatischen Image-Kampagne für die Finanzämter und ihre Beamten: Plakate mit lachenden, freundlichen Menschen in den Amtsstuben. Dazu ein Claim wie „Dein Finanzamt, ein Freund,  auf den Du zählen kannst“. Oder vielleicht: „Dein Finanzbeamter liebt Dich“. – Nee, lieber doch nicht. Das regt auch wieder zum Gruseln an, oder?

Und so sagt auch Carpendale – anders als es sonst seine Art ist – über die Finanzämter ganz uncharmant: „Man hat das Gefühl, dass sie dein Feind – und nicht dein Freund sind. Sie arbeiten wie die Polizei, sind oft unfreundlich, um nicht zu sagen pietätlos.“ – Zum Glück lebt Howie jetzt in Florida und muss sich mit dem deutschen Fiskus nicht mehr herumplagen.

Übrigens: Bald startet die neue Tournee von Howard Carpendale. Finanzbeamte gehören vielleicht nicht mehr zu seinen Fans. 😉

3 Gedanken zu “Howard Carpendale: Deutsches Finanzamt hat Imageproblem

  1. Howie lebt doch jetzt wieder in München! Florida war ihm zu langweilig, weil er da nur von Rentnern umzingelt war, die ihre letzten 30 Lebensjahre dort verbringen wollten – mit dem immer gleichen Tagesablauf „morgens Aktien, mittags Golf, abends Cocktails“. Da ihm dieses „goldene Gefängnis“ zu eintönig war, ist er nach MÜNCHEN gezogen! Nun ja, wenn man weg von Schicki-Micki, magareichen VIPs und allerlei Angeberei ziehen will, hätte man sich wahrlich andere Städte in Deutschland aussuchen können. Aber wer weiß, vielleicht hat München Deutschlands schönste Golfplätze…oder Howie hat dort endlich nette Finanzbeamte kennengelernt…

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