Mehr Geld für Frauen!

Wenn’s um’s Geld geht, ticken Männer und Frauen unterschiedlich. Frauen gehen auf Nummer sicher, Männer riskieren mehr. Das klingt klischeehaft. Aber es ist so, zumindest bei Cortal Consors. Die Bank hat die Anlagestrategien ihrer Depotkunden analysiert und kam zu dem Ergebnis, dass ein Drittel der Kundinnen ihr Geld „in Fonds und Anleihen investiert, die allgemein als sicherer und transparenter gelten.“ Bei den männlichen Kunden sind dies nur 20 Prozent.

Doch wer jetzt denkt, dass Frauen in Geldfragen generell ängstlicher und vorsichtiger sind, weil es in ihrer Natur liegt, denkt falsch. Der Grund für die unterschiedlichen Anlagestrategien von Männern und Frauen ist viel einfacher:

Frauen haben weniger Einkommen und weniger Vermögen. Männer haben mehr Einkommen und mehr Vermögen, und somit auch mehr Geld übrig, mit dem sie zocken können. Das bestätigt auch eine Studie des Deutschen Wirtschaftsinstituts Berlin. In der Studie wurden seit 25 Jahren laufende Langzeitbefragungen von mehr als 10.000 deutschen Haushalten untersucht. Demnach verdienen Frauen im Schnitt 10.000 Euro weniger im Jahr. An Vermögen besitzen Frauen sogar im Schnitt 20.000 Euro weniger als Männer.

Zudem verdienen Frauen bei gleicher Arbeit immer noch extrem viel weniger als Männer. Nach aktuellem Stand verdienen Männer bei gleicher Leistung und Qualifikation ca. 23 Prozent mehr als Frauen. Auch in Spitzenpositionen findet man hierzulande immer noch viel zu wenige Frauen.

Was das Ganze soll? Ganz einfach: Liebe Arbeitgeber, gebt uns Frauen mehr Geld und (mehr) gute Jobs. Nicht, damit wir an der Börse zocken können, sondern einfach, weil wir es wert sind!

GELD kompakt wünscht all seinen Leserinnen einen schönen Weltfrauentag am 8. März. Und an alle Männer: Denkt mal drüber nach 😉

7 Gedanken zu “Mehr Geld für Frauen!

  1. Denkt mal drüber nach, ha ha ha…..

    Denk du mal drüber nach, wieso dann überhaupt noch Männer eingestellt werden, wenn angeblich Frauen das doch so viel billiger erledigen täten?

    Hältst du Unternehmer für so doof?

  2. Ich glaube das ist etwas komplizieter Oliver. Es ist eine Sached der Nachfrage und des Angebotes

  3. @ Oliver: Was für ein dummer Kommentar! Es ist allgemein bekannt, dass das Problem nicht an mangelnder Qualifikation oder Können der Frauen liegt, sondern daran, dass

    1. Frauen immer noch Beruf und Familie unter einen Hut bringen müssen, Männer nicht. Männer kümmern sich mehrheitlich um ihre Karriere. Das sieht man z.B. daran, wie die Elternzeit unter Männern und Frauen aufgeteilt ist. Männer nehmen, wenn überhaupt, gerade mal zwei Monate Elternzeit, um sich um die Familie zu kümmern. Kindererziehung ist also immer noch Hauptaufgabe der Frauen.

    2. Arbeitgeber wissen, dass das so ist. Wenn Arbeitnehmerinnen Kinder bekommen, rechnen Arbeitegeber damit, dass sie in der Elternzeit zu Hause bleiben. Damit sind sie nicht mehr so einsetzbar wie Männer. Bei einem werdenden Vater rechnen Arbeitegber gar nicht damit, dass er längerfristig fehlen könnte, weil (siehe Punkt 1) Männer sich hauptsächlich um die eigene Karriere kümmern, anstatt ihre Frauen zu Hause zu unterstützen.

    3. Frauen weniger Gehalt erhalten, oder „billiger“ sind, weil sie aus oben genannten Gründen ihre Karriere unterbrechen müssen, somit verlieren sie den Anschluss. Die Lohnlücke wird ja auch immer größer je älter die Arbeitnehmer sind. Bei Berufseinsteigern ist die Lohnschere noch nicht so groß. Das bestätigen aktuelle Studien.

    4. Es hierzulande zu wenig Kitas gibt, die es berufstätigen Eltern erleichtern, Beruf und Familie zu vereinbaren. In anderen Ländern, z.B. Frankreich oder Skandinavien, ist die Lohnschere auch deshalb geringer, weil Frauen nicht doppelt belastet sind und sich mehr um ihren Beruf kümmern können.

    5. Männer immer noch nicht emanzipiert sind!

  4. Ich stelle in meinem Unternehmen ganz bewusst für bestimmte Tätigkeiten eher Frauen ein, für andere eher Männer. Bei der Bezahlung macht das Geschlecht selbstverständlich keinen Unterschied.

    Männer sind nicht emanzipiert? Das ist eine Frage der Generation und in manchen Fällen auch der ethnischen Herkunft – pauschalisieren kann man das nun wirklich nicht.

  5. In manchen Positionen sind Männer einfach besser, z.B. da wo Authorität gefragt ist. Es gibt zwar auch Frauen die das gut vermitteln können aber im großen und ganzen ist Authorität eher ein männlich angehauchter Begriff.

    Hingegen bei Positionen bei denen Einfühlsamkeit, soziale Kompetenz, Schlichtungsverhalten gewünscht ist sind Frauen in der Regel besser geeignet.

    Ist natürlich vereinfacht runter gebrochen und unterstes Schubladendenken aber im Prinzip doch richtig *g*

  6. Ich bin auch dafür! Mehr Geld für qualifizierte Frauen. Ist unerträglich wenn der dickbäuchige Kerl am Nachbarschreibtisch 1000 Euro mehr verdient aber weder mehr kann noch mehr leistet.

    Lohngleichheit ist ein Muss!

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