Zeigefinger ersetzt ec-Karte! FingerPayment auf der CeBIT 2010 vorgestellt

Noch ist es Zukunftsmusik. Doch die ec-Karte könnte bald von der Bildfläche verschwinden. Stattdessen bezahlen wir mit dem Finger? Die Idee ist für GELD kompakt-Leser ein alter Hut. Jetzt stellt das Hamburger Unternehmen DERMALOG, dass das neuartige Verfahren bereits bei REWE in Köln-Hürth erprobt, das „FingerPayment“-Verfahren auch auf der CeBIT 2010 in Hannover vor.

Mit dem Zeigefinger bezahlen
Mit dem Zeigefinger bezahlen - Quelle: obs/Dermalog Identification Systems

Fingerabdruck statt Karte – So funktioniert es!

Eine einmalige Registrierung der beiden Zeigefinger und ausgewählter Personendaten reichen für das „FingerPayment“-Verfahren aus.  Die Finger werden mit einer ec-Karte eingescannt und mit dem Computer verbunden. Beim nächsten Einkauf muss man nicht mehr die ec-Karte mitbringen. Dann legt man einfach seinen Zeigefinger auf den Scanner. Wenn der Finger in der Datenbank gefunden wurde, wird der Zahlungsbetrag von der Karte bzw. dem Konto abgebucht. So einfach geht das! Laut DERMALOG reduziert sich die Zeit zum Bezahlen somit auf die Hälfte.

Und wer wartet schon gerne an der Kasse? Das lästige Unterschreiben oder das Eingeben der PIN würde ja entfallen. Schließlich hat man ja seinen Zeigefinger immer dabei…

Sicherheit und Datenschutz bleiben nicht auf der Strecke ?!?

„Für biometrische Systeme, wie FingerPayment, spielt die Sicherheit eine besonders große Rolle. Daher sind unsere Scanner mit einer speziellen Lebenderkennung ausgestattet, die gefälschte Fingerabdrücke automatisch erkennt und abweist“, sagt DERMALOG-Geschäftsführer Günther Mull. Aha. Gut zu wissen.

Und zum Datenschutz: „In der Datenbank des FingerPayment sind keine Personen- oder Kontodaten gespeichert, sondern nur eine Referenznummer zu jeder Person. Wir wissen also nicht, zu welcher Person ein Fingerdatensatz gehört“, so Mull weiter.

Unsere Frage an den GELD kompakt-Leser: Wird sich das FingerPayment-Verfahren in Deutschland durchsetzen?

a) Nein. Die Kunden wollen ihren Fingerabruck für sich behalten!

b) Ja. Die Verbraucher wollen weniger Zeit an der Kasse verbringen.

Info Für alle CeBIT-Besucher: Das FingerPayment-Bezahlsystem finden Sie in Halle 11, Stand B38.

6 Gedanken zu “Zeigefinger ersetzt ec-Karte! FingerPayment auf der CeBIT 2010 vorgestellt

  1. Ich glaube nicht, dass sich so etwas durchsetzen wird. So sicher scheint es mir dann doch nicht zu sein.

  2. …und wenn ich mich beim Kartoffeln-Schälen mal in den Finger schneide? Dann kann ich kein Geld abheben, bis das verheilt ist? Und wenn das ne Narbe gibt, dann muss ich mich neu registrieren lassen?
    Nee, nee….

  3. Lebenderkennung – eine nettes Spielzeug! Aber ist das nun wirklich DAS Bezahlsystem der Zukunft? Gibt es hierfür eine (internationale) Zertifizierung, aufbauend auf internationalen Testreihen und Standards?

    Die Antwort lautet: NEIN!

    Deshalb wird es ein nettes Spielzeug bleiben und als CEBIT-Marketing Tool hat es allemal seinen Dienst erfüllt.

  4. Der Marketingansatz stimmt bei diesem Thema nicht! Es handelt sich um ein Convenience-System welches unterstellt, dass es für Käufer ausschlaggebend sei, an der Kasse schneller und evtl. unkomplizierter bezahlen zu können. Ähnliche Produkte wie z.B. POS-Systeme bei Handelsketten sind schon vor Jahren kläglich gescheitert. Für den Käufer im Supermarkt ist primär der Preis und die Qualität des Produktes entscheident. An zweiter Stelle kommt die kostenlose und bequeme Parkmöglichkeit und das unkomplizierte Beladen des PKW. Das System wird sich definitiv nicht durchsetzen, gut gemeint, funktioniert sicherlich auch, sollte aber eher bei „Toys R‘ us“ in den Regalen stehen.

  5. Das frag ich mich auch Hannelore. Es gibt schließlich auch Menschen die keine Gliedmaßen haben, die wären dann gezwungen immer Bargeld bei sich zu haben…

    Also ich habe es noch nie als lästig empfunden eine Pin einzugeben oder zu unterschreiben. Viel wichtiger ist mir, wie schon erwähnt, dass die Qualität der Produkte und der Preis stimmt. Außerdem, dass man ohne Zeiteinschränkung und kostenlos parken kann. Lange Wartezeiten ließen sich auch so vermeiden, wenn bei großem Kundenandrang immer alle Kassen besetzt wären.

    Dennoch glaube ich, dass sich dieses Bezahlsystem, wenn auch nicht als alleiniges, durchsetzen wird. Denn es gibt genügend Menschen die es für gut befinden, weil bequem, akzeptieren werden, es bereits sogar nutzen.

  6. Nichts neues!

    Bereits seit 2003 werden in manchen EDEKA Märkten zahlen mit Fingerabdruck angeboten.

    Jedoch von einer anderen Firma wen ich mich recht erinnere.

    Bei mir in der näheren Umgebung leider noch nicht. Würde mich da sofort anmelden. Und die Sicherheitsbedenken die viele haben… Naja einfach mal ausführlich über solche Systeme informieren, dann merkt man schnell das viele Ängste völlig abwegig sind.

    @Hannelore: Man gibt übrigens zwei Finger an 😉 wen einer also mal verletzt ist gibts keine Probleme.

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