Haben Sie auch schon mal Ihren Nachbarn gebeten, bei Abwesenheit Blumen zu gießen oder die Post aus dem Briefkasten zu holen? Und hat er dabei vielleicht einen Blumentopf fallen lassen und dabei dir Fließen stark beschädigt?

Wem der liebe Nachbar den Hausrat kaputt macht, der hat leider nicht so gute Karten. Zwar ist grundsätzlich von einer Haftung des Schädigers auszugehen. Da man den Nachbarn, der seine Hilfe unentgeltlich und aus Gefälligkeit zur Verfügung gestellt hat, aber bei Fahrlässigkeit nicht belangen kann, wird von einem Haftungsausschluss ausgegangen. Ergo: Der Nachbar muss Schäden weder beheben noch kaputte Gegenstände ersetzen. Der Eigentümer selbst bleibt auf dem Schaden sitzen.

Wenn der Haftungsausschluss nicht greift, kommt noch die private Haftpflichtversicherung in Frage. Innerhalb dieser Verträge gibt es aber häufig Klauseln, die besagen, dass Schäden bei Gefälligkeitshandlungen nicht gedeckt sind. Um den lieben Frieden zu wahren, kann der Nachbar den Schaden zwar freiwillig zahlen, muss es aber nicht. Und wieder bleibt der Geschädigte auf dem Schaden sitzen…