Die älteste und vermutlich teuerste Kamera der Welt wird am 29. Mai 2010 in Wien versteigert. Der Startpreis für die hölzerne Schiebekastenkamera aus dem Jahr 1839 wurde auf 200.000 Euro festgelegt. Die über 170 Jahre alte Kamera wird von der “WestLicht Photographica Auction” versteigert. Der Schätzpreis beträgt 500.000 bis 700.000 Euro.

Der Weltrekordpreis für eine Kamera könnte somit Ende Mai geknackt werden. Momentan liegt dieser bei 576.000 Euro für eine einzige Kamera. Die Kamera, die den Namen “Daguerréotype Giroux” trägt, wurde in Paris von Alphonse Giroux, einem Schwager von Daguerre, hergestellt. Letzterer gilt als der Erfinder des ersten praktikablen fotografischen Verfahrens. Zudem hat er die Kamera zum Zeichen ihrer Authentizität persönlich signiert.

Bis dato war die “Daguerréotype Giroux” völlig unbekannt und seit Generationen in norddeutschen Privatbesitz. Fotofreunde, die nicht so viel Geld ausgeben möchten, können sich die Kamera auch live anschauen. Sie befindet sich momentan im Fotomuseum WestLicht in der Österreichischen Hauptstadt.

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(Foto-Copyright: obs/WestLicht Photographica Auction) Peter Coeln, CEO von WestLicht Photographica Auction in Wien, mit dem ‘Daguerreotype Giroux’ von 1839. Die erste kommerziell verkaufte Kamera der Welt wird bei der WestLicht Photographica Auction am 29. Mai 2010 in Wien versteigert. Der Schätzpreis liegt zwischen 500.000 – 700.000 Euro.