Wer als Anleger von seiner Bank falsch beraten wurde, hatte in der Vergangenheit oft Schwierigkeiten, dies zu beweisen. Das ändert sich jetzt. Denn ab diesem Jahr sind Banken dazu verpflichtet, ihren Kunden ein Beratungsprotokoll auszuhändigen.

Bankkunden sollten die Beratungsprotokolle allerdings genau überprüfen, rät die Verbraucherzentrale NRW. Denn ein falsch geschriebenes Protokoll nützt dem Verbraucher im Streitfall nichts.

Laut Verbraucherzentrale müssen folgende Punkte im Protokoll aufgeführt sein:

  • Anlass des Beratungsgespräches
  • Gesprächsdauer
  • persönliche Situation des Kunden
  • Informationen über die angesprochenen Finanzinstrumente und Wertpapierdienstleistungen
  • Anlageziele und Wünsche des Bankkunden
  • Empfehlungen des Bankberaters mit Begründung

Allein auf das Protokoll sollten sich Anleger aber im Ernstfall nicht verlassen. Die Verbraucherschützer raten deshalb, zu wichtigen Bankberatungsgesprächen einen Zeugen mitzunehmen.

Die Protokollpflicht gilt für alle Bankprodukte, die dem Wertpapierhandelsgesetz unterliegen. Tagesgeld- und Festgeldkonten zählen nicht dazu.