„Abwrackprämie“ ist das Wort des Jahres 2009. Kein anderes Wort hat die öffentliche Diskussion so sehr bestimmt wie dieses. Die Gesellschaft für deutsche Sprache wählte es jetzt auf Platz eins. Kein Wunder, denn mit Hilfe der staatlichen Fördersumme von insgesamt 5 Milliarden Euro wurden im Laufe des Jahres 2 Millionen Autos verschrottet.

Aber auch andere Ausdrücke waren für wichtige Themen in diesem Jahr charakteristisch. Hier die Top Ten:

1. Abwrackprämie
2. kriegsähnliche Zustände
3. Schweinegrippe
4. Bad Bank
5. Weltklimagipfel
6. Deutschland ist Europameisterin
7. twittern
8. Studium Bolognese
9. Wachstumsbeschleunigungsgesetz
10. Haste mal ’ne Milliarde?

Das überflüssigste Wort des Jahres 2009 ist „Sale“
Auch der Verein deutsche Sprache e.V., dem Prominente wie zum Beispiel Dieter Hallervorden oder Hape Kerkeling angehören, kürte „Abwrackprämie“ zum nützlichsten Wort dieses Jahres. Zum überflüssigsten Wort wählte der Verein „Sale“ und kritisiert damit überflüssige Anglizismen im deutschen Sprachgebrauch. Auf Platz zwei der nervigsten Wörter schaffte es die Bank „Hypo Real Estate“. Deren englischer Name „steht symbolisch für die Finanzkrise, die aus den USA nach Deutschland geschwappt ist.“ Auch „Comedian“ stört den Verein, der dieses Wort auf den dritten Platz wählte. Die Begründung: „Man kann stattdessen, wie man es früher auch immer getan hat, einfach Komiker sagen. Das ist kürzer und verständlicher.“

Unwort des Jahres 2009

Auf das Unwort des Jahres müssen wir noch warten. Dieses wird erst im Januar entschieden. Vorschläge können also noch unter www.unwortdesjahres.org eingereicht werden. Favoriten gibt es aber jetzt schon. Laut der unabhängigen Jury sind dies folgende Wortschöpfungen:

– „Beiboot-Lösung“ (Beschönigung von „Bad Bank“)
– „betriebsratsverseuchte Mitarbeiter“
– „erweiterter Suizid“ (für Amoklauf)
– „Flüchtlingsbekämpfung“
– „Halteprämie“ (für Spitzenmanager unmittelbar vor ihrem Ruhestand)

Und wie lautet Ihr Wort/Unwort des Jahres 2009?