Hat die Wirtschaftskrise nun auch die 2. Bundesliga erwischt? Noch nicht, sagt Stefan Ludwig von Deloitte. Die Auswirkungen würden sich erst in der laufenden Saison bemerkbar machen. In einer Art Finanzkrise steckt die 2. Bundesliga aber trotzdem schon, wie eine aktuelle Studie der Prüfungs- und Beratungsgesellschaft nun offenbart.

Laut dem „Finanzreport deutscher Profiligen“, erzielte die 2. Fußball-Bundesliga mit 262 Mio. Euro in der Saison 2008/2009 deutlich mehr Umsatz als die Deutsche Eishockey Liga (95 Mio. Euro), die Handball Bundesliga (78 Mio. Euro) und die Basketball Bundesliga (59 Mio. Euro). Doch während diese drei Ligen ihren Umsatz im Vergleich zum Vorjahr steigern konnten, nahmen die Fußballer ganze 69 Millionen Euro weniger ein.

Grund dafür ist aber nicht die Wirtschaftskrise, sondern der Aufstieg der Traditionsteams Borussia Mönchengladbach und 1. FC Köln in die 1. Bundesliga. Der „Umsatzrückgang im Bereich Sponsoring, Spieltag und Merchandising“, der laut Studie vor allem auf diese beiden Mannschaften zurückzuführen ist, machte der Liga zu schaffen. Die Absteiger aus der 1. Liga – Nürnberg, Duisburg und Rostock – konnten die Lücke offensichtlich nicht schließen.

Bleibt abzuwarten, welche Auswirkungen die Wirtschaftskrise in der laufenden Saison haben wird. Ein bisschen Mut macht Deloitte-Mitarbeiter Christian P. Schneider, der „trotz Wirtschaftskrise bei den wesentlichen Erlösquellen mit stabilen Umsätzen für „König“ Fußball“ rechnet.