Gute Nachrichten von der Commerzbank: Ab 2010 wird ein neues Vergütungssystem eingeführt, das den Bankern die Lust auf die Jagd nach spekulativen Gewinnen verderben soll.

Denn ab nächstes Jahr erhalten Investmentbanker und Mitarbeiter der oberen Führungsebenen nur noch dann einen fetten Bonus, wenn sich ihre Investitionen mittelfristig für die Bank auszahlen. Ist das Ergebnis verlustreich, erhalten die Banker niedrigere Zahlungen.

Das ergebnisorientierte Vergütungssystem funktioniert so:

Einen Teil der Bonuszahlungen erhalten die Commerzbanker als so genannte Share Awards. Das sind virtuelle Aktien, die erst nach drei Jahren ausbezahlt werden. Wenn nach drei Jahren keine Gewinne erzielt wurden erhält der Banker auch nichts. Zusätzlich können aber auch realisierte Gewinne vorenthalten werden, wenn die Investition aus Sicht der Bank zu risikoreich war.

Noch strenger wird der Jagdtrieb der Investmentbanker im Zaum gehalten: Der Anteil der variablen Vergütung beträgt bei Ihnen zwei Drittel der gesamten Bonuszahlung. Ein Teil davon wird in Share Awards angelegt, der andere Teil wird in eine Bonusbank eingezahlt. „Werden Ziele nicht erreicht, gehen in die Bonusbank eingezahlte Beträge ganz oder teilweise verloren.“ so die Commerzbank. Mit dem neuen Bonusmodell will die Bank Anreize bieten „für den nachhaltigen Erfolg der Commerzbank zu arbeiten“.

Zugegeben, dass die Commerzbank Lehren aus der Finanzkrise gezogen hat ist sicherlich nicht freiwillig passiert. Die staatlichen Hilfen der Bundesregierung haben sie dazu „inspiriert“. Aber egal…so oder so: Gut gemacht, Commerzbank!