„Bei Geld hört die Freundschaft auf“ oder „Geld verdirbt den Charakter“ – diese Sprichwörter sind bekannt. Doch wie unterschiedlich betrachten Ost- und Westdeutsche das Thema Geld? Dazu hat die comdirect bank eine repräsentative Forsa-Umfrage in Auftrag gegeben. Es wurden 1.060 Personen zwischen 18 und 65 Jahren befragt.

Das Ergebnis: Die monetären Wertvorstellungen zwischen den Bewohnern der neuen und der alten Bundesländer sind selbst 20 Jahre nach dem Mauerfall sehr verschieden.

Im Privatleben wirkt sich das Verhältnis zum Geld wie folgt aus: In Ostdeutschland würden 37 Prozent der Befragten niemals Geld an Freunde verleihen, wohingegen nur 29 Prozent der Westdeutschen diese Meinung teilen. Auch sind knapp vier Zehntel der Ostdeutschen der Meinung, dass Geld den Charakter verdirbt, bei den Westdeutschen sind es lediglich 29 Prozent.

Auch im Berufsleben gehen die Einstellungen eindeutig auseinander: Wenn Westdeutsche erfahren würden, dass ein Kollege bei gleicher Qualifikation mehr verdient, würden immerhin 44 Prozent der Westdeutschen ihren Chef um eine Gehalterhöhung bitten. Allerdings würde nur ein Drittel der Ostdeutschen ebenso handeln.

Die Unterschiede zwischen Ost und West setzen sich bei der Thematik Geldanlage fort: Während 17 Prozent ihr Geld in Aktien investieren, sind die Ostdeutschen mit nur acht Prozent um einiges zurückhaltender.

Überraschend: Obwohl sich die Ostdeutschen mit sagenhaften 83 Prozent für sparsamer halten (Westdeutsche: 66 Prozent), so nutzen die Westdeutschen doch eindeutig mehr Sparprodukte wie Bausparvertrag (West: 50/ Ost: 34 Prozent) oder das Sparbuch (West: 72/ Ost: 59 Prozent).

Einig sind sie West- und Ostdeutsche nur bei Termingeld (West: 20/ Ost: 22 Prozent) und Riester-Sparplänen (West: 24/ Ost: 26 Prozent).