Wenn Autofahrer ihr Fahrzeug zur Reparatur in die Vertragswerkstatt bringen, fühlen sie sich sicher: Immerhin kennen sich die Kfz-Mechatroniker mit dem Fahrzeugtyp bestens aus. Meint der Verbraucher. Die Realität sieht leider anders aus, wie der ADAC bei einem Test von 75 Vertragswerkstätten nun herausgefunden hat.
Die Vorgehensweise war simpel: Der größte deutsche Automobilclub baut in Fahrzeuge fünf Fehler ein. Die Werkstätten, die alle finden, schneiden sehr gut ab. Das erschreckende Ergebnis: In mehr als einem Viertel der Betriebe wurden nicht alle Mängel gefunden.

Die gute Nachricht: Immerhin 49 Betriebe waren sehr gut und fanden alle Fehler. Vier Prozent bekamen die Noten „ausreichend“ und „mangelhaft“. Besonders gut abgeschnitten haben Mercedes-Werkstätten. Alle fünf fanden die eingebauten Fehler und auch im Bereich Service – also Terminvereinbarung, Auftragsannahme und Rechnungsstellung – konnte das Automobilunternehmen mit dem Stern überzeugen.

Was der ADAC aber hauptsächlich kritisiert: Die zu erledigenden Arbeiten wurden nicht durchgeführt, dafür aber vollständig von den Werkstätten berechnet. Damit Kunden nicht geschädigt werden, gibt der ADAC folgende Tipps:

– Lesen Sie sich die Rechnungen genauestens durch. Sollten Sie etwas nicht verstehen, lassen Sie es sich von einem
Serviceberater erklären.
– Schauen Sie sich die Wartungslisten an. Dort können Sie Prüfpunkte selbstständig kontrollieren.
– Überprüfen Sie, ob die Werkstatt die Stundensätze genau aufgelistet hat, damit Sie die Preise besser nachvollziehen
können.
– Entdecken Sie auf der Rechnung zusatzarbeiten, denen Sie nicht ausdrücklich zugestimmt haben, beschweren Sie
sich in der Werkstatt.

So haben die Vertragswerkstätten abgeschnitten (Quelle: ADAC):

ADAC Werkstatt Test (1)

ADAC Werkstatt Test (2)