Seit 1. September 2009 gibt es eine neue Regelung zur Patientenverfügung. Angehörige und Ärzte müssen sich nach dem Willen des Patienten richten, wenn dieser eine Patientenverfügung unterschrieben und hinterlegt hat.

Durch eine schwere Krankheit oder einen Unfall kann jeder Mensch in die Situation kommen, seinen Willen nicht mehr frei äußern zu können. Dann können weder Angehörige noch Ärzte Behandlungsmaßnahmen in Angriff nehmen, die dem Willen des Patienten entsprechen. Um jedoch im Vorhinein für Klarheit zu sorgen, tritt nun in § 1901a BGB die Patientenverfügung in Kraft. Denn hierbei sind Familie und Ärzte an das vom Patienten hinterlegte Schreiben gebunden.

Doch wer darf eine solche Patientenverfügung hinterlegen? Und zu welchen Bedingungen?
Alle Personen ab 18 Jahren, die entscheidungsfähig sind, dürfen eine Patientenverfügung nach eigenen Vorstellungen gestalten. Innerhalb dieser Vollmacht sollte auf jeden Fall eine Vertrauensperson benannt werden. Auch sollte die Verfügung immer aktuell sein, falls man seine Meinung zu bestimmten Themen ändert. Außerdem kann die Verfügung auch jeder Zeit zurückgezogen werden.

Für den Fall, dass keine Patientenverfügung vorliegt, wird ein Betreuer eingesetzt, der im Sinne des Patienten handeln soll. Kommt es allerdings mit den verantwortlichen Ärzten über Behandlungsmethoden nicht zu einer Einigung, wird ein Vormundschaftsgericht eingeschaltet, das über das weitere Schicksal des Patienten entscheidet.

Und wie finden Sie die neue Patientenverfügung, liebe Leser? Gut? Schlecht? Oder gar unnötig? Schreiben Sie uns!