Sind Sie ein Schnäuzbohrer oder ein Abtupfer? Trompeten Sie gerne oder schnauben Sie lieber? Hä?! Was? Ja genau, es geht ums Naseputzen. Denn das berühmte Papiertaschentuch Tempo hat sein 80-jähriges Bestehen nun zum Anlass genommen, das Schnäuzverhalten der Deutschen wissenschaftlich unter die Lupe zu nehmen. GELD kompakt stellt die wichtigsten Erkenntnisse der Tempo Schnäuztypologie vor.

„Wie putzen sich die Deutschen die Nase?“
Nun, da gibt es zunächst einmal den so genannten „Zweihandschnäuzer“. Dieser Schnäuztyp hat die meisten Anhänger in der Tempo Schnäuztypologie: 55,1 Prozent der 1.000 befragten Männer und Frauen gab an, sich mit beiden Händen die Nase zu putzen. Auch noch stark vertreten mit 37,2 Prozent sind die „Mit-geschlossenem-Mund-Schnäuzer“. Je kniffliger die Technik, desto seltener ist ein Schnäuztyp: Gut ein Viertel (25,9 Prozent) zählt sich zu den „Einhandschnäuzern“ gefolgt von den „Vorsichtigen Abtupfern“ (12,2 Prozent) und dem seltensten Exemplar, dem „Schnäuzbohrer“ (4,1 Prozent).

„Und gibt es Unterschiede zwischen Männern und Frauen, Westdeutschen und Ostdeutschen?“
Besonders interessant sind die regionalen Unterschiede, was das Schnäuzverhalten betrifft. So hat Tempo herausgefunden, dass im Gegensatz zum Rest von Deutschland in Hamburg besonders viele „Schnäuzbohrer“ vorzufinden sind. 23 Prozent der Hansestädter bekennen sich dazu, mit dem Taschentuch in der Nase zu bohren!

In Ostdeutschland, wo übrigens 80 Prozent der Befragten immer ein Taschentuch dabei haben, wird gerne leise geschnäuzt. In Westdeutschland dagegen sind die „Trompeter“ mit 71 Prozent klar in der Überzahl. Generell sind es auch meistens die Männer, die laut schnäuzen. Frauen bevorzugen das „leise Ausschnauben“ und neigen eher als Männer dazu, die Nase vorsichtig abzutupfen.

Und wie schnäuzt man nun richtig?
Schnäuzen ist zwar keine Kunst, aber eine falsche Technik kann auch ungesund sein. Deshalb gibt Schnäuzexperte Stefan Oberndörfer, Senior Product Manager bei Tempo, den Rat: „Am besten ist es, wenn man sich ein Nasenloch zuhält und ohne viel Kraft schnaubt. Beim „Trompeten“ kann nämlich leicht Sekret in die Nebenhöhlen und in den Verbindungsgang zum Mittelohr gelangen. Das erhöht die Entzündungsgefahr.“ Außerdem sollte man ein Taschentuch nur einmal benutzen und „nach jedem Gebrauch wegwerfen, um eine Ansteckungsgefahr zu vermeiden.“

Fazit: Die „Ein-Nasenloch-Schnäuzer“, die nicht trompeten, sondern leise Ausschnauben machen’s genau richtig!

Und, welcher Schnäuztyp sind Sie?

Tempo

Quelle: obs/SCA TISSUE EUROPE