Das derzeitig schwüle Wetter ist nicht nur für den Menschen eine Plage. Einige schwitzen,  manche sind gereizt, viele wollen lieber am Baggersee liegen als im Büro. Für den Autofahrer ist das Wetter sogar richtig gefährlich. Weil die Rehe fiepen. Dann sind sie nämlich verliebt und werden für den Menschen zur Gefahr, sofern er sich mit dem Auto über ländliche Straßen bewegt – Richtung Baggersee vielleicht. Davor warnt jetzt die Deutsche Wildtier Stiftung. Aber was hat das mit dem Wetter zu tun?

Die Antwort ist einfach: „An schwülen Tagen, besonders vor und nach Gewittern, lockt die Ricke den Bock mit ihren unverkennbaren Fieptönen an“, sagt Andreas Kinser, Forstexperte der Deutschen Wildtier Stiftung. Dann kommen nämlich die Hormone der Tiere so richtig in Wallung.

Doch das ist nicht alles: Die Ricke fiept nicht nur betörend, sie vertrömt auch noch einen besonders aufreizenden Duft, so dass der Bock „geradezu fremdbestimmt“ hinter ihr her rennt. Völlig egal, ob eine Straße im Weg ist oder nicht. Und dann kommt es zu oft lebensgefährlichen Situationen für die Autofahrer – fürs Tier natürlich auch.

Die Deutsche Wildtier Stiftung gibt Tipps, wie man sich richtig verhält:

Das Warnschild „Achtung Wildwechsel“ sei unbedingt zu beachten. Dann die Geschwindigkeit reduzieren, bremsbereit fahren und die Straßenränder im Auge behalten. Weiterhin solle man keine riskanten Ausweich- oder Bremsmanöver riskieren, so Forstexperte Kinser.

Tipp von uns: Auch für den Versicherungsschutz in der Teilkasko kann es günstig sein, nicht hektisch auszuweichen, wenn plötzlich ein Reh auf der Straße steht. Denn der Autofahrer muss beweisen, dass er durch sein Ausweichen einen größeren Schaden vermeiden hat. Aber wie soll er bewiesen, dass er einem Reh ausgewichen ist, wenn das Tier schon längst über alle Berge ist?

Außerdem: Wenn es sich bei dem Tier um eines handelt, dass dem Jagd-Recht unterliegt – so wie Hase oder Reh – darf man es nach einem Unfall auf keinen Fall mitnehmen.

Denn das wäre WILDEREI!