Verdienen unsere Voksvertreter zu wenig? Scheint fast so, wenn man die Entwicklung der Nebeneinkünfte von Bundestagsabgeordneten genauer betrachtet. In den letzten Jahren sind diese nämlich erheblich gestiegen, so eine Studie des Beratungsunternehmens deducto.

Zwar sind parallel auch die Diäten und Kostenpauschalen gestiegen, doch scheinbar nicht genug für den ein oder anderen Abgeordneten…
Im Jahr 2007 gaben 144 Abgeordnete Nebeneinkünfte von insgesamt mindestens 5,8 Millionen Euro an. 2008 „jobbten“ 156 Abgeordnete nebenher und verdienten so zusammen über 6,7 Millionen Euro.

2009 verspricht – trotz Wirtschaftskrise – ein sehr gutes Jahr für nebenjobbende Politiker zu werden. Allein von Januar bis April dieses Jahres konnten 131 Abgeordnete zusammen rund 5,6 Millionen Euro mit Nebentätigkeiten verdienen. Das sind in vier Monaten bereits 84 Prozent der Einnahmen des Vorjahres.

Auch die Anzahl der Tätigkeiten wurde in der Studie erfasst, ein Bundestagsabgeordneter schaffte es 2008 gar auf ganze 62 – fleißig, fleißig!

Das Jahresdurchschnittsgehalt eines Abgeordneten inklusive Diäten, Kostenpauschalen und Nebeneinkünften hat sich in drei Jahren enorm gesteigert. Für 2009 prognostiziert die Studie ein durchschnittliches Jahresgehalt von voraussichtlich 180.909,10 Euro. Im Jahr 2007 waren es „nur“ 166.508,58 Euro.

Seit 2007 müssen Mitglieder des Bundestags Nebeneinkünfte in drei Gehaltsstufen angeben. Wer wissen möchte, wie viel sein Abgeordneter verdient und für was, kann das hier nachschauen: http://www.bundestag.de/mdb/bio/index.html