Über 5.000 Gold- und Silbermünzen versteigerte das Münzauktionshaus Künker während seiner diesjährigen Sommerauktion vom 23. bis 26. Juni in Osnabrück. Der Gesamtverkaufspreis der Auktionen erreichte eine Summe von über 8,6 Millionen Euro. Bei den verkauften Münzen lagen die Zuschlagspreise durchschnittlich bei mehr als 45 Prozent über dem Wert der vorherigen Schätzung. Laut dem Auktionshaus Künker nahmen neben den anwesenden Münzsammlern über 2000 schriftliche Bieter an den Auktionen teil.

Neben dem historischen Münzschatz von Herborn, der für über 115.000 Euro seinen Besitzer wechselte, war ein russischer Probe-Rubel aus dem Jahr 1801 ein ganz besonderes Highlight der diesjährigen Sommerauktion. Unter eine Probemünze versteht man so etwas wie eine „Vorab-Prägung“ einer offiziellen Kursmünze. Oftmals wurde diese Probemünze aus einem anderen als dem späteren Material geprägt. Häufig bekamen die Münzmeister diese Vorab-Prägungenals „Zusatzlohn“ für ihre Arbeit. Diese Proben sind äußerst selten, sehr gefragt und sehr sehr teuer…

Der nachfolgende Probe-Rubel wurde unter dem Zar Alexander I. geprägt. Für sein neues Schmuckstück muss der Sammler 135.000 Euro zahlen. Der Probe-Rubel ist somit die teuerste Münze der diesjährigen Auktion. Wer der neue Besitzer ist verrät das Auktionshaus allerdings nicht. Ein Mitglied aus der GELD kompakt-Redaktion ist es allerdings nicht…

Teuerste Münze auf der Osnabrücker Auktion

Probe-Rubel: 135.000 Euro

Fotos: Auktionshaus Künker