Für über 115.000 Euro hat der Münzschatz von Herborn am Dienstag, den 23. Juni, den Besitzer gewechselt. Der Schätzwert des historischen Münzschatzes lag vor der Versteigerung bei lediglich 46.000 Euro. Der rund vierhundert Jahre alte Schatz von Herborn ist ein Highlight der viertägigen Sommerauktion in Osnabrück, die noch bis zum Freitag, den 26. Juni 2009, läuft. Das Auktionshaus Künker versteigert während der Sommerauktion mehr als 5.000 seltene historische Medaillen und Münzen.

1984 entdeckte Friedhelm Scholl bei Renovierungsarbeiten seines Fachwerkhauses im Keller den wertvollen Schatz im hessischen Städtchen Herborn.
Bildquelle Künker: Münzschatz von Herborn
Bildquelle: Hessisches Landesamt für geschichtliche Landeskunde Marburg

Der Fund bestand aus zehn Gold- und über eintausend Silbermünzen. Die meisten Münzen stammen aus der Zeit des 30-jährigen Krieges. Das nachfolgende Foto zeigt einige Münzen kurz nach der Entdeckung vor rund 25 Jahren.
Bildquelle Künker: Münzschatz von Herborn
Bildquelle: Hessisches Landesamt für geschichtliche Landeskunde Marburg

Der äußerst seltene Fund wurde von dem Numismatiker Professor Niklot Klüßendorf dokumentiert und untersucht. Nach dem hessischen Recht gehört ein Schatz, dessen Eigentümer nicht mehr ermittelt werden kann, jeweils zur Hälfte dem Finder und dem Grundstücksbesitzer. Da der Finder Friedhelm Scholl auch Grundstückseigentümer war, gehörte ihm der vollständige Fund. Die Erbengemeinschaft hatte sich jetzt zum Verkauf des Münzschatzes entschlossen. Wer der neue Eigentümer des Schatzes ist, erfährt man leider nicht.

Bildquelle Künker: Münzschatz von Herborn
Bildquelle: Auktionshaus Künker

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