Hertha BSC Berlin spielt in dieser Bundesligasaison einen sehr erfolgreichen Fußball. Zwei Spieltage vor Schluss belegt die Mannschaft mit ihrem sympathischen Schweizer Trainer Lucien Favre den dritten Tabellenplatz. Zu einem Bundesligisten zählen aber nicht nur Fans, Spieler oder Trainer, sondern auch Sponsoren. Die Berliner Volksbank ist ein Partner der alten Dame Hertha. Wie sieht so eine Partnerschaft aus? GELD kompakt fragte bei Dr. Rainer Gentzsch, dem Abteilungsleiter Marketing der Berliner Volksbank, nach.

Herr Dr. Gentzsch, die Berliner Volksbank sponsert den Bundesligisten Hertha BSC Berlin. Wie kam es eigentlich zu ihrem Engagement?

Wir sind in der Region Berlin und Brandenburg verankert und daher Partner von vielen ansässigen Unternehmen, Organisationen und Vereinen. Wir bieten nicht nur erstklassige Finanzprodukte, sondern sind auch bei emotionalen Themen Partner unserer Kunden. Und dabei ist Hertha als die Nummer eins im Berliner Fußball für uns ein wichtiger Partner.

Wie sieht die Zusammenarbeit mit dem Hauptstadtclub, der in dieser Spielzeit um den Meistertitel mitspielt, in der Praxis aus?

Dr. Rainer Gentzsch beim Fußballturnier Berliner Volksbank-Cup. Fotograf: Jürgen Rocholl

Wir arbeiten auf verschiedenen Ebenen mit Hertha. Zum einen sollen unsere Kunden in Form von Finanzprodukten profitieren. Deshalb bildet die im Vereinsdesign gestaltete Hertha BSC BankCard das Zentrum unseres Engagements. Diese ec-Karte ist mit vielen Vorzügen ausgestattet, wie Rabatte auf Fanartikel, kostenlose Stadionführungen und weitere Extras. Fast 28.000 Fans bestätigen den Wunsch nach einem solchen Produkt. Zum andern gehen wir auch mit unseren Kunden zusammen ins Olympiastadion und nutzen diese Plattform, um gemeinsam Spaß zu haben. Und letztlich nutzen wir die Gemeinsamkeiten mit Hertha, um unserem sozialen Engagement Rechnung zu tragen, indem wir bereits seit sieben Jahren ein Fußballturnier für Kinder, den Berliner Volksbank-Cup, anbieten. Wir bringen damit Spaß in die Kieze und Fußballvereine, fördern unsere Kontakte auf lokaler Ebene und liefern Kindern unvergessliche Erlebnisse. Zudem unterstützen wir damit auch den Leistungsgedanken. Talentscouts von Hertha geben den besten Kids die Chance, sich in der Hertha-Akademie auf eine Profifußball-Karriere vorzubereiten.

Welche Produkte bietet die Berliner Volksbank den treuen Hertha-Anhängern an?

Neben der beschriebenen Bankcard bieten wir auch den Kindern unserer Kunden mit dem Herthinho-Sparkonto etwas Schönes und Verzinsliches. Das beliebte Maskottchen ist auch auf Postern und Spardosen drauf. Außerdem gab es vor einigen Jahren die Hertha-BSC–Anleihe. Kunden und Fans konnten diese Schmuckanleihe erwerben, die mit den Fotos der Profis versehen war. Hertha fürs Wohnzimmer im wahrsten Sinne des Wortes. Das zeigt eindrucksvoll, wie kreativ so eine Partnerschaft sein kann.

Hertha BSC und die Berliner Volksbank veranstalten regelmäßig Fußballturniere. Wie wichtig ist für die Bank die soziale Komponente?

Das soziale Engagement ist ein wesentlicher Bestandteil einer Genossenschaftsbank und spiegelt sich in zahlreichen Sponsoringmaßnahmen wieder, die sich sozialen Themen widmen. Die soziale Vernetzung zeigt sich aber auch in unserem dichten Filialnetz, um den direkten Kontakt zu unseren 648.000 Kunden zu pflegen. Das ist das Markenzeichen einer regionalen Bank, die anders als internationale Banken, in ihrer Heimat verwurzelt ist.

Als Fußballfan fragt man sich auch: Wie viel Geld erhält die alte Dame Hertha von der Berliner Volksbank pro Spielzeit?

Das ist genau soviel, dass es eine win-win-Situation ist und beiden Partnern ein optimales Preis-Leistungs-Verhältnis garantiert. Und Freundschaft lässt sich nun mal nicht mit Geld aufwiegen.

Bis wann läuft der jetzige Sponsorenvertrag und planen Sie neue Fanprodukte oder Aktionen für die nächste Saison?

Wie viele unserer Engagements ist diese Partnerschaft langfristig und wird auch in den nächsten Jahren fortgeführt.

Rotwein oder Weißwein?

Weißwein

Auto oder Zug?

Beides, je nach Gelegenheit.

Kaviar oder Hamburger?

Gerne mal Kaviar, aber eigentlich Hamburger.

Golf oder Porsche?

Gar nichts von beiden.

Vielen Dank für das Interview.

Foto: Dr. Rainer Gentzsch beim Fußballturnier „Berliner Volksbank-Cup“. Fotograf: Jürgen Rocholl