„Payback-Kärtchen dabei?“ Erst gestern wieder hat es mich erwischt. Oft spiele ich mit dem Gedanken, schon im Voraus ein „NEIN!“ rauszubrüllen. Aber sie können ja nichts dafür. Die netten Kassiererinnen. Sie müssen ja fragen. Ich habe mein „Nein!“ wahrscheinlich schon auf der Stirn stehen, aber es nützt nichts. Die Kärtchen- Frage muss raus. Und manche Leute hören sie wohl auch gerne. Denn so können sie schließlich bares Geld sparen. Beziehungsweise tolle Prämien mitnehmen….

…die sie womöglich dringend brauchen. Jetzt hat sich auch die Asstel Versicherung dem Kreis der Payback-Partner angeschlossen. Dazu  gibt es beim online-Versicherer der Gothaer satte Punkte, wenn man eine neue Versicherung über die Payback-Plattform abschließt: Für die Hausratversicherung 500 Punkte, Für Risikoleben 1.000 Punkte und für eine private Rentenversicherung sogar 3.000 Punkte.

Huu! Nicht schlecht, Herr Specht. Für 3.000 Punkte muss man woanders schon ganze 3.000 Euro beim Einkauf ausgeben. Als Belohnung dafür, dass man eine private Rentenversicherung abgeschlossen hat, kann man über Payback dann die Punkte zurück tauschen. Mal kucken, was es so gibt….

Für genau 3.000 Punkte gibt es beispielsweise  eine Tageskarte für das Kind im Freizeitpark. Wenn ich noch ein bisschen drauflege (nämlich 499 Punkte) gibt´s ein Jamie Oliver Hackbrett – wow! Oder für je 2.499 eine Körperfettwaage oder eine Wanduhr und natürlich Vieles, Vieles mehr. Für den Rest kann ich mir dann noch ein Fernsehzeitschriften-Mini-Abo (fünf Hefte für 500 P) holen. Das kann ich auch schon bekommen, wenn ich nur eine Hausratversicherung abschließe. Schade, dass ich schon eine habe. Für die drei Lustigen Disney Taschenbücher (799 P) müsste ich schon die Risikolebensversicherung abschließen. Dann hab ich aber noch was übrig für die Klingeltöne (200P).

Na ja – Prämien, Stempel und Rabatte bekommt man heutzutage vielerorts: Im Buchladen, beim Chinesen, beim Friseur oder in der Apotheke.  Das ist ein gutes Mittel zur Kundenbindung. Wenn ich merke, dass sich der Händler um mich als Kunden kümmert, komm ich gerne wieder. Warum also nicht bei der Versicherung?

Wenn ich in meinem Stamm-Kaufhaus, wo ich einmal die Woche einkaufe,  Bonus-Punkte sammel, kann ich mir schöne Prämien dafür holen. Wenn ich aber nur wegen der möglichen Prämien genau dort einkaufe, hab ich eigentlich ein Problem, weil ich nicht mehr frei entscheiden kann, wo ich was einkaufe.

Ähnlich sieht es mit den Versicherungen aus. Wenn ich genau diese Versicherung bei einem bestimmten Unternehmen ohnehin abschließen will, kann ich die Punkte mitnehmen. Wenn ich mich jedoch bei der Suche nach einer Versicherung an den Punkten orientiere, wird´s schwierig. Denn dann lasse ich womöglich andere wichtige(re) Aspekte außer Acht – wie beispielsweise Leistungen der Versicherung, Höhe der Beiträge oder Sicherheit der Anlage. Hm…

Immerhin wird man beim online-Abschluss nicht mit der Kärtchen-Frage belästigt. 😉