Auf einer Münzaktion in Osnabrück erreichte eine einzige Kupfermünze einen Verkaufswert von 184.500 Euro. Als Münze kann man sie allerdings nicht bezeichnen. In Wirklichkeit handelt es um eine Kupferprobe. Das ist eine Münze, die zu Probezwecken vor der Ausführung der Prägung angefertigt wird. Diese Kupferproben sind, wen wundert es, extrem selten und deshalb bei Münzsammlern äußerst begehrt.

Die 184.500 Euro-Kupferprobe wurde vor rund 200 Jahren in Sankt Petersburg unter Zar Alexander I. geprägt.

Foto Künker

Sie wiegt nicht einmal 20 Gramm (19,88 Gramm) und hat einen Durchmesser von rund 37 Millimeter. Der Schätzpreis für die Kupfermünze lag bei “nur” 80.000 Euro.

Foto Künker

Das unter Sammlern sehr bekannte Osnabrücker Auktionshaus Künker versteigerte innerhalb von einer Woche über 7.000 Münzen und Medaillen zu einem Gesamtzuschlag in Höhe von mehr als 7.500.000 Euro!

Laut dem Auktionshaus lagen die Zuschlagpreise im Durchschnitt mehr als 40 Prozent über der Schätzung! 40 Prozent! Wenn das keine vernünftige Teuerungsrate ist!

Nun gut. Neben den sehr gefragten Münzen aus dem russischen Zarenreich fanden auch Münzproben aus den frühen Jahren der Bundesrepublik ihre Käufer.

So zahlte ein Bieter für ein 50-Pfennig-Stück aus Blei mit der Jahreszahl 1949 und dem Münzzeichen D mehr als 2.200 Euro! Der Schätzwert hier: Lediglich 100 Euro!

Ebenso erstaunlich: Eine Zwei-Mark-Probe aus dem Jahr 1950 brachte sogar einen Verkaufswert von über 13.500 Euro!

Foto Künker

Fazit: Auch heute ist die gute alte D-Mark noch viel, viel Wert!

Foto Künker(Fotos: Auktionshaus Künker)