Ganz gewiss nicht vom Aussterben bedroht ist derzeit der Pleitegeier. Gierig kreist er über deutschen Unternehmen, die im Zuge der Finanzkrise kurz vor dem Aus stehen. Einige von ihnen werden wohl auch auf der Strecke bleiben. Es sei denn, sie werden von Vater Staat gerettet. Aber verdienen es die Unternehmen überhaupt, gerettet zu werden? Und wenn ja, welche?

Darüber wird nicht nur in der Politik gestritten, auch die Normalbürger haben da so ihre Favoriten, wie jetzt eine aktuelle Umfrage des Marktforschungsunternehmens Konzept & Analyse zeigt.

Demnach wollen zwei Drittel der Bevölkerung vor allem Traditions-Unternehmen nicht im Stich lassen. Am meisten Mitleid erhält Autohersteller Opel. 57 Prozent der Befragten wollen Staatshilfe für die GM-Tochter. An zweiter Stelle der Mitleidsskala steht der Modelleisenbahnbauer Märklin (44 Prozent). Und immerhin 38 Prozent der Bevölkerung möchten partout nicht auf Feinripp-Unterwäsche von Schiesser verzichten, naja… Fast genauso populär sind auch Unternehmen wie Rosenthal und Pfaff Nähmaschinen (37 Prozent).

Einen möglichen Untergang von Schaeffler und Hypo Real Estate betrauern dagegen nur wenige (28 bzw. 22 Prozent). Unternehmen, die Misswirtschaft betrieben haben sollten die Suppe, die sich eingebrockt haben also selbst auslöffeln.

Wir dürfen weiterhin gespannt sein, welche Unternehmen die Politik für hilfewürdig hält. Übrigens: der Bundestag wird im September neu gewählt 😉
Hier eine kleine Anregung für den einen oder anderen Entscheidungsträger:

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