Ja,  früher war alles anders und vor allem besser: Das Essen, die Musik, die Arbeit, das Geld und auch die Menschen. Aber vor allem die ganz Jungen.  Die jungen Erwachsenen, die sind ja sowas von verdreht und verzogen.  Die wollen nicht mal mehr ihren Schmuck beim Juwelier kaufen. Also wirklich…

Woher wir das wissen? Die „GZ Goldschmiede Zeitung“ hat bei forsa  eine Umfrage in Auftrag gegeben. Beruhigend erstmal: Laut Studie sind die Juweliere immer noch erste Adresse, wenn jemand Schmuck oder Uhren kaufen will. Beunruhigend ist jedoch der Anteil der jüngeren potenziellen Kundschaft, die sich lieber woanders umtut: 33 Prozent der 18- bis 29-Jährigen informieren sich lieber im Internet als beim Juwelier – im INTERNET??? Das geht doch nicht. Die  können doch ihre Rolex und das Diamanten-Kettchen nicht in einem online-Shop kaufen. Oder kaufen sie die nicht einmal online? Weil sie gar keinen Schmuck kaufen? Weil sie das Geld dazu nicht haben?

Doch, doch. Es besteht Hoffnung: 44 Prozent der jungen Altersgruppe würden schon mal ein Juwelier-Geschäft betreten, wenn man sich dort ganz unverbindlich umkucken könnte. Auch Aktionen, Angebote oder Marken zu günstigen Preisen wären toll. „Insbesondere die junge Generation ist kritisch und droht künftig an andere Anbieter verloren zu gehen, wenn sie nicht stärker umworben wird“, heiß es auch in der Pressemitteilung der „GZ Goldschmiede-Zeitung“.

Na dann, wie wärs mit: Winter- und Sommer-Schlussverkauf für die Preziosen der Saison, jewellery-outlet vor den Toren der Stadt, Geschmeide auf dem Grabbeltisch und andere Schmuck-Schnäppchen wie  „3 for 2“ – Beim Kauf von drei Teilen ist das billigste umsonst? Geht auch in der Variante „Nimm zwei – zahl eins“. – Ein bisschen anpassen an die Zielgruppe muss man sich schließlich auch.

Ich bin sehr zuversichtlich. Das wird schon wieder. 😉