Kennen Sie den Film von Hape Kerkeling “Ein Mann, ein Fjord”? In diesem herzerfrischenden Film ist der Hauptdarsteller süchtig nach Gewinnspielen. Im Fernsehen, Radio oder in der Zeitung – kein Gewinnspiel lässt er aus. Als Zuschauer leidet man mit den Spielsüchtigen und lacht gleichzeitig über die Fragen und Antworten der Gewinnspiele.

Unter dem Motto “selber Schuld” stempeln wir die Anrufer solcher TV- und Radiosendungen ab. Jetzt gibt es aber einen Hoffnungsschimmer am Horizont: Die neue Gewinnspielsatzung der Landesmedienanstalten gilt ab sofort! Und mit ihr “neue und schärfere Regeln für Gewinnspiele und Gewinnspielsendungen”, heißt es seitens der Arbeitsgemeinschaft der Landesmedienanstalten in der Bundesrepublik Deutschland, kurz ALM genannt. Mehr Verbraucherschutz hat noch nie geschadet!

Aber was steckt drin in der neuen Satzung? Ich möchte jetzt nicht alle Verbesserungen, wie das drohende Bußgeld von 500.000 Euro für die Veranstalter oder den Höchsteinsatz von 50 Cent pro Anruf, nennen. Mir geht es eher um die kleinen Merkwürdigkeiten… So heißt es doch tatsächlich in der ALM-Mitteilung “Die einzelnen Call-In-Sendungen dürfen pro Rätselfrage nicht länger als drei Stunden dauern. Mindestens alle 30 Minuten muss ein Anrufer durchgestellt werden.” Na toll, das sind doch mal rosige Aussichten für den Verbraucher – drei Stunden für eine Rätselfrage…