Schuldenuhr tickt 2009 zehn mal schneller

Eigentlich wollte Bundesfinanzminister Peer Steinbrück dieses Jahr nicht mehr so viele neue Schulden machen. Eigentlich. Schließlich sitzen wir ja schon auf einem 1,5 Billionen Euro hohen Schuldenberg. Dann hat aber die Finanzkrise dem Minister gewaltig einen Strich durch die Rechnung gemacht. Und auch der Bund der Steuerzahler hat jetzt nochmal neu gerechnet und stellte prompt seine Schuldenuhr um.

Der deutsche Schuldenberg wächst jetzt mit 4.439 Euro Schuldenzuwachs pro Sekunde zehn mal schneller als noch im vergangenen Jahr (474 Euro pro Sekunde).

Insgesamt schätzt der Bund der Steuerzahler die Neuverschuldung von Bund, Ländern und Gemeinden in diesem Jahr auf 140 Milliarden Euro und bekräftigt, was wir eh schon alle ahnen: „Für 140 Milliarden Euro Neuverschuldung in nur einem Jahr wird der Steuerzahler auf Jahre hin bluten müssen.“ Schon jetzt zeigt die Schuldenuhr eine Pro-Kopf-Verschuldung von 18.591 Euro an. Und sie tickt weiter, und tickt, und tickt…

10 Gedanken zu “Schuldenuhr tickt 2009 zehn mal schneller

  1. Hatte gehört, zumindest gestern, dass es keine 1,5 Bio Schulden sondern „nur“ eine Billionen Euro sind…

    Wie auch immer… los werden wir diesen Schuldenberg eht nicht mehr… und vor allem weil alle Arbeitnehmer mehr GEld wollen, und es ja nur eine bestimmte Menge eigentlich geben sollte, wir aber immer wieder mehr Geld schaffen, als es geben dürfte, ist ess nur noch eine Frage der Zeit, bis das totale Desaster da ist…

    Ich bin gespannt, ob ich das noch erlebe, oder die Wirtschaftsblase noch grösser wird!

    Grüße
    Dennis

  2. Was hier dringend gefordert sein müsste ist ein völliger Stopp der Neuverschuldung. Auch wenn sogenannte Experten meinen für Investitionen in Infrastruktur u.ä. sei das in Ordnung. Ich denke das nicht, schließlich müssen erst einmal die Schulden beglichen werden, die bereits vorhanden sind. Wenn man bedenkt, dass jeder vierte eingenommene Euro allein für die Zinsen gezahlt wird, ist das doch alarmierend. Jeder private Haushalt hätte längst Insolvenz anmelden müssen.

  3. In Zeiten der Krise sollte der Staat auf jeden Fall hohe Summen in die Wrtschaft pumpen, um vor allem Arbeitsplätze zu sichern – und damit Steuerzahler… Deshalb sollte man die Neuverschuldung dieses Jahr auch nicht verteufeln, schließlich ist es eine KRISE!
    Dauerhaft muss man aber umdenken und die Schulden abtragen, wir leben in der Tat über unseren Verhältnissen.

  4. Hallo Anonymous!
    Krise? Naja. wenn Banken seine Kunden veräppeln und Milliarden in den Sand setzen sollen Steuerzahler dafür bluten?
    Nee. Man sollte alle private Banken verstaatlichen.

  5. Ich denke nicht das Verstaatlichung die Lösung ist. Schließlich sind Politiker auch nur Menschen und warum sollten gerade die das besser machen. Und Korruption gibt es da auch.

    Klar handelt es sich um eine Krise aber die wurde doch ausgelöst durch Handel mit Geld welches überhuapt nicht vrohanden ist. Wo sollen denn die hohen Summen herkommen-das ist doch auch wieder nur virtuelles Geld…ich denke das macht die Sache nicht besser…

  6. Die Frage ist, wie lange läuft das Spiel der Verschuldung noch? Vielleicht bis die Zinsen unserer Schulden die Hälfte oder mehr der gesamten Steuereinnahmen der BRD auffressen?

    Wenn unser Euro in ca. zehn Jahren nur noch die Hälfte vom heutigen Wert hat (Inflation, zu hohe Geldmenge), werden auch die Schulden weniger wert sein. Die Schulden würden aber weiter steigen, ein Teufelskreis!

    Unser sauer verdientes Geld (Lebensversicherungen, Sparguthaben usw.) könnten mit seinen Zinsen die Inflation nicht ausgleichen, also wird das Ersparte weniger wert sein als heute.

    Oder könnten unsere Staatsschulden irgendwann mehr Zinsen kosten wie die BRD an Steuergeldern aufbringen kann? Dann müsste die nächste Währungsreform kommen!

    Wie könnte die dann kommende Währungsreform aussehen?
    Bekommen wir dann für unser altes Geld noch etwas vom neuen Geld?
    Bekommt jeder einen gleichen Anteil vom neuen Geld?
    Noch etwas am Rande: Jetzt müsste man auch den Satz „die gesetzliche Rente ist sicher“ verstehen, denn man bekäme als Rente ja etwas vom neuen Geld.

    Letztendlich kann uns wohl heute niemand vorhersagen wo wir hinsteuern. Wir können nur hoffen, dass unsere Schulden wieder abgebaut werden können und der Euro stabil bleibt.

  7. Das Steuerjahr 2008 lief so gut für unseren Finanzminister. Aber was macht er? Schulden!!! Zwar hat er als Finanzminister in seiner Amtszeit weniger Schulden gemacht als seine Vorgänger, das muss man ihm zugute halten. Aber dennoch sollte man endlich mal eine neue Finanzpolitik einschlagen: in guten Zeiten MUSS man Schulden abbauen. Das kann so nicht weiter gehen.

    Das traurige an der Sache: Das Thema Staatsverschuldung und Schulden abbauen ist fast so alt wie die Bundesrepublik. Aber vor jeder Wahl leiden die Parteien und Politiker an Amnesie und machen dann genau das Gegenteil.

  8. Pauschalisierungen waren noch nie gute Ratgeber!

    Zum Thema Verstaatlichung kann ich nur sagen, es kommt auf die Staatsform an. Schließlich gibt es in einer Demokratie Gesetze, an die sich auch der Staat halten muss. Außerdem kann ein verstaatlichtes Unternehmen von einem angestellten Manager verwaltet werden, der dem Eigentümer (dem Staat bzw. dem Bürger) verpflichtet ist.

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