Mit dem Tagesgeldkonto ZinsPlus bei der Bank of Scotland erhalten Anleger 4,5 Prozent Zinsen. Der Tagesgeldzins wird immer über dem EZB-Leitzins bleiben, heißt es bei der Bank of Scotland. Ein schwacher Trost für Tages- oder Festgeldanleger. Der EZB-Zins liegt derzeit bei 2,0 Prozent…
Seit Januar 2009 gehört die Bank of Scotland zur Lloyds Banking Group und wirbt mit dem Slogan „Vertrauen seit 1695“. Vertrauen? In diesen Zeiten ein nicht unwichtiger Begriff in der Finanzwelt.

Haben Anleger in Deutschland viel Vertrauen in britische, amerikanische, isländische oder lettische Banken? Die Staatsgarantie für Sparer gilt bekanntlich nur für Banken, die dem deutschen Einlagensicherungsfonds angehören. Die Bank of Scotland, die seit 2008 in Berlin eine Niederlassung hat, ist nicht im deutschen, sondern im britischen Einlagensicherungsfonds. In diesem Fonds sind Spareinlagen bis zu einem Gegenwert von insgesamt 50.000 Pfund pro Kunde voll abgesichert.

Die Bank of Scotland offeriert den Kunden in Deutschland nur das Tagesgeldkonto ZinsPlus. Eine Mindesteinlage verlangt sie dafür nicht. Erst ab einem Betrag von 500.000 Euro behält sich die Bank of Scotland abweichende Konditionen vor. Aber mal ehrlich: Wer hat schon eine halbe Millionen Euro?
Die Eröffnung, Führung und Schließung des ZinsPlus-Kontos ist kostenfrei.

Wünscht der Kunde sich den Jahreskontoauszug per Post, zahlt er dafür 15 Euro. Eine postalische Zusendung der Allgemeinen Geschäftsbedingungen kostet zehn Euro. Für eine Bankauskunft sind es 25 Euro. Bevor man ein Tagesgeldkonto bei der Bank of Scotland abschließt, sollte man sich die AGB und das Preis- und Leistungsverzeichnis genau anschauen. Außerdem wichtig: Die täglichen Pressemeldungen über britische Banken…