Es war einmal: Sie haben 500.000 Euro und möchten es über einen Zeitraum von zwölf Monaten fest anlegen. Ein Werbespot einer großen deutschen Bank verspricht Ihnen riesige Festgeldzinsen. Sie rechnen sich Ihren Profit aus.  „Super, da sind ja die letztjährigen Verluste meiner Aktienfonds wieder raus“, jubeln Sie. Am besten man legt gleich die ganze halbe Million Euro bei dieser Bank fest an. Bei diesem fantastischen Festgeldangebot. Stop!
Nicht so schnell. Überlegen Sie doch einmal! Was passiert mit den tollen Zinsen, wenn die Bank von heute auf morgen pleite geht?

Egal, finden Sie. Die Einlagensicherung der Bank ist super!

Na und! Sie verlieren trotzdem Geld! Vom Zeitraum der Pleite bis zu Rückzahlung der Summe gibt es für Sie keine Zinsen. Die tollen Zinsen schrumpfen so ganz schnell zu Minizinsen.

Unser Rat: Legen Sie bei verschiedenen Banken Ihr Festgeld an und minimieren Sie so Ihr Risiko. Und noch etwas: Bevor Sie zugreifen: Vergleichen Sie die Festgeldangebote.

Wie Sie sehen: Auch bei noch so einfachen Anlagen wie dem Festgeld können Sparern unnötige und völlig überflüssige Fehler unterlaufen. Häufig werden die Angebotssternchen* auch einfach übersehen. Manchen beworbenen Zins gibt es erst ab einem bestimmten Betrag, ab etwa 25.000 Euro. Ein genauer Blick in die Konditionen des Angebotes ist somit sehr wichtig und erspart Ihnen Ärger.

„Das wissen wir doch längst“, denken sicherlich viele GELD kompakt-Leser.  Leider ist dem wohl nicht so. Das erfahren Sie auch, wenn Sie die Zeit-Kolumne Geld? Nein danke! lesen. In der regt sich doch tatsächlich ein Anleger auf, weil ihm eine Bank eine Spareinlage von 300.000 Euro verweigerte… Aber GELD kompakt-Leser wissen jetzt mehr und würden so viel Geld gar nicht erst bei einer einzigen Bank anlegen.