20 Millionen Berufspendler in Deutschland können laut HURRA schreien! Denn heute hat das Bundesverfassungsgericht die weitgehende Abschaffung der Pendlerpauschale für verfassungswidrig erklärt. Damit gilt wieder die alte Rechtslage von 2006: Fahrtkosten zur Arbeit sind ab dem ersten Kilometer mit 30 Cent pro Kilometer von der Steuer absetzbar.

Gleichzeitig können sich die Pendler über baldige Nachzahlungen für das Steuerjahr 2007 in Höhe von insgesamt drei Milliarden Euro freuen. Um die Konjunktur zu stärken sollen die „Geldgeschenke“ der Finanzämter bereits Anfang 2009 bei den Pendlern ankommen.

Für die Bundesregierung bedeutet das heutige Urteil Steuerausfälle von 7,5 Milliarden Euro für die Jahre 2007 bis 2009. Großzügigerweise verzichtet unser Finanzminister Peer Steinbrück aber darauf, diese Steuerausfälle an anderer Stelle einzusparen. Danke, Herr Steinbrück!

Ab 2010 wird’s dann wieder spannend: Bis dahin will sich die Bundesregierung eine neue Regelung zur Pendlerpauschale einfallen lassen.