In Deutschland ist der Traum von den eigenen vier Wänden wesentlich günstiger als in vielen europäischen Nachbarländern. Das ergab eine Studie der LBS Bausparkassen. Noch in den 90er Jahren galt Deutschland als „Europameister bei den Häuserpreisen“. Während die Immobilienpreise aber hierzulande konstant blieben, stiegen die Häuserpreise in anderen Ländern zum Teil auf das Doppelte an.

215.000 Euro kostet ein durchschnittliches Einfamilienhaus in Deutschland. Ein Schnäppchen für unsere Nachbarn in Luxemburg, wo man mit schlappen 467.000 Euro mehr als doppelt so viel für ein Haus hinblättern muss. Auch in Belgien und den Niederlande zahlt man rund 40 Prozent mehr für das Eigenheim. Ein guter Grund für viele Bürger der Beneluxstaaten, sich auf der deutschen Seite der Grenze niederzulassen.

Auch in Frankreich, Dänemark und Großbritannien liegen die Häuserpreise zwischen 15 und 30 Prozent deutlich über dem deutschen Durchschnitt.

Durch den überhitzten europäischen Immobilienmarkt der letzten Jahre seien laut LBS auch die Belastungsquoten für die monatliche Finanzierung gestiegen. In Deutschland dagegen müssen junge Familien im Schnitt nur noch zirka 20 Prozent ihres Haushaltsnettoeinkommens für die Tilgung eines Immobilienkredits aufbringen. 1996 betrug die Belastung noch über 30 Prozent.

Preise für Einfamilienhäuser in Europa