Nach den neusten Zahlen des Statistischen Bundesamtes sammelten die Verbraucher im letzten Jahr sage und schreibe 37,4 Millionen Tonnen Müll. Umgerechnet sind es 454 Kilogramm pro Einwohner. Positiv bei dieser erschreckend hohen Zahl: Im Vergleich zu 2006 blieb sie konstant. Müll ist aber längst nicht Müll.

Übersetzt heißt das: Der Durchschnittswert resultiert aus 200 kg Haus- und Sperrmüll, 146 kg Wertstoffen, 107 kg Biomüll und 2 kg sonstigen Abfällen. Auffallend hier: Gegenüber 2006 stieg nur der Wert des Bioabfalls um durchschnittlich vier Kilo an. Der Anstieg ist für mich nicht verwunderlich, schließlich ist Deutschland ja bald ein Bioland…

Dass Deutschland ein Land der Mülltrenner ist, beweisen die rund 20 Millionen Tonnen, die alle Haushalte 2007 sammelten. Den größten Anteil, wen wundert es, liefern die organischen Abfälle mit fast neun Millionen Tonnen. Der Rest verteilt sich hier auf Papier, Glas und Verpackungen.

Bei aller Mülltrennerei sollten die Verbraucher aber nicht vergessen: Der Müll, der gar nicht erst entsteht, ist der beste Müll.

Besonders in Niedersachsen, im Saarland und in Rheinland-Pfalz können die Verbraucher noch an sich arbeiten 🙂

Die bundesweite Tabelle:
Aufkommen an Haushaltsabfällen 2007

1. Niedersachsen 506 Kilogramm pro Einwohner
1. Saarland 506
3. Rheinland-Pfalz 501
4. Schleswig-Holstein 478
5. Nordrhein-Westfalen 474
6. Hamburg 472
7. Hessen 468
8. Bremen 467
9. Bayern 459
Bundesweiter Durchschnitt 454
10. Sachsen-Anhalt 437
11. Berlin 431
12. Mecklenburg-Vorpommern 429
13. Baden-Württemberg 428
14. Brandenburg 395
15. Thüringen 391
16. Sachsen 333
Quelle: Statistisches Bundesamt