Sicherheit versus Unsicherheit – Wie legen Sie Ihr Geld an?

Es gibt Umfragen, die bringen einen schon ein wenig zum Schmunzeln. Heute früh war es wieder so weit. Das Magazin „Börse Online“ hat zusammen mit der Finanz- und Vermögensberater MLP eine Online-Umfrage zum Thema Anlagestrategie durchgeführt. Und dreimal dürfen Sie raten, zu welchem Ergebnis die Umfrage kam…
Ok, wir sind ja hier nicht in einer Quiz-Show. Wir verraten es Ihnen:
„Nur jeder Vierte setzt auf absolute Sicherheit“, heißt es in der Überschrift der Pressemitteilung von Börse Online. Das sind nicht viele Anleger, die sichere Anlagen bevorzugen. Ok. Aber in Wahrheit liegt der Anteil höher.

Genauso gut hätte das Anlegermagazin „Fast jeder Dritte setzt auf absolute Sicherheit“ in seiner Überschrift schreiben können. Den Beweis dafür liefert das Magazin selbst: „Lediglich etwa ein Viertel der Befragten (29 Prozent) setzt beim Thema Geldanlage auf absolute Sicherheit“, heißt es später.

Zur Erinnerung: 25 Prozent ist ein Viertel, 33,33 Prozent ein Drittel 🙂

Und die Zahl 29 liegt mittendrin…

Bei der Anlagestrategie ist der Ertrag am wichtigsten, findet jeder Fünfte der 1.800 Umfrageteilnehmer. Auf ein ausgewogenes Chancen- und Risiko-Verhältnis achtet aber der Großteil, 51 Prozent, der Anleger.
Weitere und durchaus interessante Umfrageergebnisse findet der Leser in der Ausgabe 46/2008 von Börse Online.

10 Gedanken zu “Sicherheit versus Unsicherheit – Wie legen Sie Ihr Geld an?

  1. Ich habe noch nie Aktien oder Fonds angepackt und werde das auch nicht in Zukunft tun. Das ist doch reinste Zockerrei. Für mich ist das nichts. Ich gehöre zu den 29 Prozent… Ob Drittel oder Viertel…. 🙂

  2. Ist schon interessant, wo so überall Geld angelegt wird, in der Hoffnung das es sich vermehre. Macht es nur in den meisten Fällen nicht, also in dem Maße wie es nötig wäre, um Kaufkraftverluste auszugleichen. Bei aller anlegerei und sparerei, ein bisschen Verlust ist immer dabei und wenn ich heute 100,-€ für Übermorgen zurücklege, so werde ich Übermorgen nicht die Lebensqualität bekommen, wie heute. Und so ist es eben, das einzige was man sich wirklich spart, wenn man spart, ist nicht Geld, sondern Leben.
    Übrigens kann ich mich noch an eine Zeit erinnern und so lange ist es nicht einmal her, da haben nicht einmal 10% der Deutschen ihr Geld in Aktien angelegt. Aber wie die Menschen nun mal sind, wie gern folgt man doch der Illusion.
    Übrigens sind die Zahlenspielereien wirklich etwas verwirrend und widersprüchlich. Was damit wohl bezweckt werden soll? Vielleicht die Ansteckende Wirkung des Risikos, in einer Zeit, wo viele Menschen doch zurückhaltender werden, was die Geldanlagen betrifft? Und immer hin verzeichnen die Sparkassen durchaus Zulauf, seit die Finanzkriese die Runde macht. Sicher nicht im Sinne von MLP, da braucht keiner deren Betratung.

  3. @Toguelo: „Was damit wohl bezweckt werden soll? Vielleicht die Ansteckende Wirkung des Risikos, in einer Zeit, wo viele Menschen doch zurückhaltender werden, was die Geldanlagen betrifft?“

    Aus deinen Fragen kannst Du Aussagesätze machen! Ich glaube, dass alle Anleger in Deutschland bzw. weltweit, die „sichere“ Variante bevorzugen.
    Denn wer weiß, vielleicht fallen die Aktienkurse wieder, wenn auch die Kreditkarten-Blase platzt. Und auch das dürfe nur eine Frage der Zeit sein…
    Leider…

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  5. Also ich lege (natürlich) einen Teil in Gold und Silber an. Gold ist eine sehr stabile Wertanlage und hat die letzten Jahre um 300% an Wert zugelegt. Gibt zwar nicht so drastische Gewinne wie bei Aktien, dafür aber auch keine abartigen crashs 😉

  6. Durch die Finanzkrise wird sich das Verhalten der Anleger langfristig verändern. Und ob die Börse mit ihren Aktien und Fonds zu den Gewinnern gehören. Ich denke nicht. Wer glaubt, man könne Jahr für Jahr mehr Profit aus Aktien ziehen kann, ist auf dem Holzweg. Immer wieder gab und gibt es Einbrüche.

  7. @Flensburger: Langfristig was ändern? Nein – das glaube ich nicht. Wer in Aktien vor der Krise gutes Geld verdient hat, wird die Krise einfach „aussitzen“. Und wer Aktien kauft, weiss genau, dass er sein ganzes investiertes Geld verlieren, oder auch vermehren kann. In meinen Augen werden diese Zocker ihr Verhalten nicht ändern und in „sicheren“ Anlagen ala Tagesanleihe des Bundes, Fest- oder Tagesgeldanlagen.

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