Es gibt Neuigkeiten für die deutschen Kaupthing Bankkunden. Die isländische Finanzaufsicht hat Ende Oktober den Entschädigungsfall für die Kaupthing Bank festgestellt. Die Verbraucherzentrale Sachsen rät deshalb den Kunden der isländischen Kauphting Bank in Deutschland, jetzt einen Antrag auf Entschädigung zu stellen.

„Die Antragsfrist beträgt lediglich zwei Monate, weshalb geschädigte Verbraucher keine Zeit verstreichen lassen sollten“, rät Andrea Hoffmann von der Verbraucherzentrale. Das englischsprachige Formular müssen sich die Kunden im Internet unter www.tryggingarsjodur.is downloaden und entsprechend ausfüllen. Ein ins deutsche übersetztes Formular der Verbraucherzentrale Niedersachsen dient lediglich als „Ausfüllhilfe“ für das englische Originalformular.

Das ausgefüllte Formular muss zusammen mit einer Kopie der Vertragsunterlagen nach Island geschickt werden. Die Verbraucherzentrale Sachsen weist darauf hin, dass Kunden, die den Antrag bereits vor Feststellung des Entschädigungsfalles abgesendet haben, ihn kein zweites Mal schicken müssen. (Update: 5.11.2008: Diese Aussage stimmt wohl nicht.  Auf der Internetseite der Kaupthing Bank steht jetzt: „Alle bisherigen Anträge haben aufgrund der jetzt erst eingetretenen Veröffentlichung durch die FME keine Gültigkeit. Quelle:http://www.kaupthingedge.de/Kaupthing-Edge/Letzte-Nachrichten).

Sollte es Rückfragen geben, werde sich der Einlagensicherungsfonds bei den Geschädigten melden, so die Verbraucherschützer. So, so, hat das Warten denn kein Ende?

Und mal ehrlich: Warum gibt es für die Kaupthing Kunden in Österreich, in der Schweiz, in Belgien, Luxemburg, Norwegen und Finnland eine zufriedenstellende Lösung, aber (noch) nicht für die deutschen Sparer? Sind 30.000 Sparer und potentieller Wähler der Bundesregierung egal?