Soli hin, Soli her. Die Diskussion um den Solidaritätszuschlag ist so alt, wie die monatliche Abgabe selbst. Heute wurde sie wieder einmal aus dem Hut gezogen, vom Bund der Steuerzahler. Dieser fordert die Bundesregierung auf, den Solidaritätszuschlag abzuschaffen, heißt es in der Presseerklärung. Aber nur keine Vorfreude, dass soll nicht heute geschehen, so schnell geht es dann doch nicht. „Die Bundesregierung sollte die Abschaffung des Solidaritätszuschlags ab 2009 verkünden. Das bringt auf einen Schlag rund 13 Milliarden Euro jährlich, die den Konsum und die Investitionen massiv beflügeln würden“, argumentiert Doktor Däke, seines Zeichens Präsident des Bundes.

Da Steuergeschenke immer gut bei den Verbrauchern ankommen, keine so schlechte Idee. Ob es wirklich so weit kommt? Mal abwarten.

In den Augen von Däke ist das geplante Konjunkturprogramm der Bundesregierung Stückwerk. Einzelne Sektoren der Volkswirtschaft werden zu Lasten anderer Wirtschaftsbereiche gefördert und hohe Mitnahmeeffekte produziert, heißt es weiter.

Zugegeben, da hat der Bund der Steuerzahler nicht unrecht. War das aber nicht immer schon so? Gegenfrage: Seit wann werden alle Wirtschaftsbereiche gleichmäßig gefördert? Vielleicht habe ich auch etwas verpasst.

Aber keine Angst: Ich finde den Vorstoß zur Abschaffung des Soli trotzdem gut, mir fehlt alleine der Glauben daran… Was meinen Sie?