Kommt es zum Zusammenbruch des Finanzsystems? Wie endet die weltweite Krise? Fragezeichen hinter Fragezeichen. Ein Ende ist nicht in Sicht. Konsequenzen fordern alle. Mehr Macht für den Kunden, weniger Geld für den Bankmanager – so der große populäre Tenor. Aber das muss ja nicht alles sein! Deshalb: Gut, dass es den vzbv gibt.
Der Verbraucherzentrale Bundesverband hat jetzt ein Elf-Punkte-Programm vorgelegt, mit dem das Vertrauen der Kunden in den Finanzmarkt wieder herstellt werden soll.

1. Entschädigung muss durchsetzbar sein: Wer den Schaden hat, darf nicht drauf sitzen bleiben.

2. Klarheit zur Einlagensicherung: Einlagen müssen ultimativ geschützt sein

3. „Nährwertampel“ für Finanzprodukte: Schluss mit Intransparenz

4. Kein Markteintritt ohne Zulassung: Genehmigungspflicht für neue Produkte

5. Credere = Vertrauen: Kreditgeschäft verantwortlich gestalten

6. Wer Fehler macht, muss haften: Kein Freibrief für Manager

7. Gleiche Regeln für alle: Keine Extrawurst für den Graumarkt

8. Schweigen ist Silber, Reden ist Gold: Finanzaufsicht muss ihr Wissen teilen und sich dem Verbraucherschutz öffnen

9. „Leitzentrale für Verbraucher“: Erweiterung der Tätigkeit des Verbraucherzentrale Bundesverband und der Verbraucherzentrale

10. Guter Rat ist unabhängig: Verbraucherberatung stärken

11. Verbraucherbildung in die Lehrpläne: Finanzielle Bildung stärken

(Quelle: Verbraucherzentrale Bundesverband)

Je schneller die Politiker diese elf Punkte durchsetzen, desto besser. Dass die Politik Gesetze oder Verordnungen innerhalb von kürzester Zeit erlassen kann, wissen die Verbraucher. Wer innerhalb von einer Woche ein 500-Milliarden-Euro-Rettungspaket durchboxt, sollte die elf Punkte für den Verbraucher, der ja bekanntlich auch potentieller Wähler ist, rasch verabschieden können.