Heizkosten sparen – Sind wir zu dumm?

Der zweite Satz der Pressemitteilung des Fachverbandes Wärmedämmverbundsysteme zum Thema Energiekosten hat es in sich: Dort steht tatsächlich schwarz auf weiß: „Dennoch wissen die wenigsten, wo sie effektiv Energie und Geld einsparen können.“ Sind wir Deutsche wirklich zu dumm zum Sparen?

Zumindest scheint es so. Der Verband stützt sich auf eine repräsentative Umfrage. Zwar benutzt er nicht das Wörtchen „dumm“, aber wer zwischen den Zeilen lesen kann…

Doktor Wolfgang Setzler, der Geschäftsführer des Verbandes, fasst die Ergebnisse der Studie wie folgt zusammen: „Die zweite Miete drückt viele Menschen immer stärker, aber die meisten wissen viel zu wenig über ihre Einsparmöglichkeiten“. Von den 1.000 Befragten wussten lediglich 20 Prozent, dass sie bei der Raumheizung die meiste Energie im Haushalt sparen können…

Diese geringe Quote ist schon irgendwie merkwürdig. Vor allem weil über 60 Prozent der Befragten angaben, dass „sie aus Kostengründen „immer“ und oder „sehr oft“ die Heizung herunterdrehen.“ Dann sind wir zum Glück doch wohl nicht zu dumm zum Sparen!
heizkosten sparen

(Quelle:obs/Wärmedämm-Verbundsysteme e.V.)

4 Gedanken zu “Heizkosten sparen – Sind wir zu dumm?

  1. 34 Prozent tun es „immer“. Hahaha. Dann können die ja gleich die Heizung ausbauen….Man man man, was für eine Umfrage….

  2. Ich werde diesen Winter meine Heizung auslassen! Ich werde nur die Thermostate auf Frostschutz stellen, damit die Heizkörper nicht einfieren, aber ich sehe nicht ein, noch einen einzigen € für fossile Brennstoffe aus zu geben, wo es andere Möglichkeiten gibt. Nach meiner Meinung sollte Strom, Wasser und Wärme vom Staat getragen werden. Am besten noch in der Verbindung mit staatlichen Spaaranlagen(Staatsbank), dann braucht unsere Bundeskanzlerin nicht irgend welche Banken mit Milliarden retten! Seien wir mal ehrlich, wir sind ein armes Deutschland, denn es gibt mehr Arme bereits in Deutschland als in der Zeit von 1950-1980!

  3. Hallo Klaus! Vom Staat getragen werden? Mh. Strom, Wasser und Wärme? Wenn der Staat es tragen würde, würden die Menschen nicht „sparsam“ mit den Ressorcen umgehen. Ich bin für eine „Grundversorgung“, die der Staat auf jeden Fall übernehmen sollte. Aber das Manager mit einem Jahresgehalt von 500.000 Euro oder mehr auch vom Staat ihren Strom und Wasser umsonst bekommen. Nein – das kann es nicht sein.

  4. Hallo,

    der Artikel ist zwar schon etwas älter – aber er hat es immer noch in sich! Gerade nach dem letzten kalten Winter, dem kurzen Sommer 2010 und dem bevorstehenden Winter, der wieder so hart werden soll, sollte man jede Möglichkeit nutzen, am Energieverbrauch zu sparen.
    Ob dabei aber wirklich das Herunterdrehen der Heizung dabei das Mittel erster Wahl ist? Oder nicht doch eher das Einrichten günstigerer Heizungen, die keinen oder so gut wie keinen Verbrauch mit sich bringen? Erdwärmepumpen nutzen die Wärme aus dem Boden und sind – mit staatlicher Förderung, Klaus 😉 – nicht teurer als herkömmliche Heizungen, aber sehr viel günstiger im Betrieb; Solarthermie und Holzpelletsöfen, auch Blockheizkraftwerke sparen einiges an Heizkosten ein. Das alles schont den Geldbeutel – und zugleich die Umwelt. Man kann besseres mit Öl anfangen, als es zu verfeuern, die Ressourcen werden geschont, und ebenso die CO2-Bilanz. Wenn es hier einen ähnlichen gesellschaftlichen Aufbruch wie zur Photovoltaik gäbe, wären wir, was den Klimawandel angeht, schon etwas weiter.
    Ach ja, und dann wären auch die Winter nicht so hart …

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