Seit wir im Euroland leben, können wir in 15 europäischen Ländern mit derselben Währung zahlen. Lästiges umtauschen zu ungünstigsten Kursen war gestern – mit dem Euro zahlen wir nicht nur die Schrippe beim Bäcker um die Ecke, nein auch der Eimer Sangria auf Mallorca lässt sich bequem mit Euro begleichen.

Auch wenn jedes Land seine eigenen Motive auf die Münzen prägen lässt, Euro bleibt Euro und gilt überall im Euroland.

Oder doch nicht? In einer aktuellen Pressemitteilung weist der Bundesverband deutscher Banken darauf hin, dass „Zehn-Euro-Gedenkmünzen nur im ausgebenden Land gesetzliches Zahlungsmittel“ ist.

Zur näheren Erläuterung: Die Zehn-Euro-Gedenkmünzen sind Sammlermünzen in limitierter Auflage, die die Verkaufsstelle für Sammlermünzen der Bundesrepublik Deutschland regelmäßig zum Verkauf anbietet – meistens in TV-Shoppingkanälen.

In Deutschland, so der Verband, wurden „seit der Währungsumstellung inzwischen über 30 verschiedene Zehn-Euro-Gedenkmünzen herausgegeben“. Der reguläre Preis einer Zehn-Euro-Münze beträgt 15 Euro. Wenn das mal kein Schnäppchen ist, dachte sich bestimmt der ein oder andere Münzensammler.

Doch bezahlen mit der Münze kann er nur die Schrippe um die Ecke, einen Eimer Sangria auf Mallorca bekommt man dafür nicht. Danke für die Info, Bankenverband, jetzt wissen wir Bescheid!

Mal abgesehen davon, dass es sowieso ziemlich unsinnig wäre, eine Zehn-Euro-Gedenkmünze, die 15 Euro gekostet hat, als Zahlungsmittel zu benutzen, würde ein Sammler wohl kaum auf die Idee kommen, seine geliebten Gedenkmünzen im Urlaub auszugeben. Oder? Mal ehrlich!